Warnstreik bei Frankfurter Check-In

Vor der nächsten Runde in den Tarifverhandlungen der AHS-Check-In-Agents am Flughafen Frankfurt legen diese kurzzeitig die Arbeit nieder. Laut des Airports kommt es aber nicht zu größeren Einschränkungen.

Check-In-Schalter. Foto: © dpa, Marcel Kusch

Ein unangekündigter Warnstreik des Check-In-Dienstleisters Aviation Handling Services (AHS) hat am Samstag zu Verzögerungen am Frankfurter Flughafen geführt. Betroffen waren nach Gewerkschaftsangaben die Frühdienste des Serviceunternehmens zwischen sechs und 14.30 Uhr. Ein Verdi-Sprecher berichtete von mehr als 50 Beteiligten.

Grund für den Warnstreik sind laufende Verhandlungen über die Einführung von Tarifverträgen für die laut Verdi insgesamt rund 250 Beschäftigten am Standort Frankfurt, die das Check-In sowie die Ladeplanung- und Überwachung für mehrere Fluggesellschaften erledigen, darunter Air France/KLM, Delta, Aeroflot und El Al.

Unternehmen habe "kein Verständnis"

Man wolle vor der nächsten Runde am 13. Dezember Druck machen, sagte der Gewerkschaftssprecher. Ein AHS-Sprecher erklärte, das Unternehmen habe für die "Arbeitskampfmaßnahme auf dem Rücken der Passagiere" angesichts der laufenden Verhandlungen kein Verständnis.

Eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport berichtete, es habe Verspätungen bei etwas mehr als 30 Maschinen gegeben, drei Flüge seien ausgefallen. Angesichts der Gesamtzahl der Starts und Landungen in Frankfurt sprach sie von "keinen spürbaren Auswirkungen".

© Berliner Flughäfen, Günter Wicker Lesen Sie auch: Abfertiger in Frankfurt umgeht wohl Tarifvertrag

Von: cs, dpa-AFX

Datum: 04.12.2017 - 08:22

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