Warnstreik am Hamburger Flughafen verzögert Abfertigung kaum

21.08.2013 - 11:04 0 Kommentare

Die Passagiere am Hamburger Flughafen sind in diesem Jahr schon leidgeprüft. Erneut hat ein Arbeitskampf die Abfertigung verzögert. Die Behinderungen hielten sich allerdings in Grenzen.

Fluggäste warten auf dem Flughafen in Hamburg auf die Abfertigung an einem Check-in-Schalter.

Fluggäste warten auf dem Flughafen in Hamburg auf die Abfertigung an einem Check-in-Schalter.
dpa - Bodo Marks

Fluggäste warten auf dem Flughafen in Hamburg auf die Abfertigung an einem Check-in-Schalter.

Fluggäste warten auf dem Flughafen in Hamburg auf die Abfertigung an einem Check-in-Schalter.
dpa - Bodo Marks

Fluggäste warten auf dem Flughafen in Hamburg auf die Abfertigung an einem Check-in-Schalter.

Fluggäste warten auf dem Flughafen in Hamburg auf die Abfertigung an einem Check-in-Schalter.
dpa - Bodo Marks

Der Schriftzug "Terminal"  an einer Drehtür am Flughafen in Hamburg.

Der Schriftzug "Terminal" an einer Drehtür am Flughafen in Hamburg.
dpa - Bodo Marks

Ein Warnstreik des Bodenpersonals hat am Mittwochmorgen am Hamburger Flughafen für nur geringe Verzögerungen bei der Abfertigung gesorgt. Das teilte eine Flughafensprecherin mit. Der größte Teil der Maschinen sei pünktlich gestartet, lediglich ein Flugzeug sei 30 Minuten zu spät abgeflogen. Zu Streikbeginn seien zunächst lange Schlangen entstanden, die am Morgen weitgehend abgebaut worden seien.

Am Mittwochabend ist der Warnstreik fortgesetzt worden. Wie am frühen Morgen gab es erneut kaum Verzögerungen beim Check-in.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten der Abfertigungsgesellschaft AHS, die unter anderem für den Check-in verantwortlich sind, zwischen 4.00 und 8.00 Uhr zum zweiten Mal zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. In der Frühschicht betraf das laut Verdi rund 60 der insgesamt 300 Mitarbeiter. «Nur eine Handvoll Mitarbeiter ist zur Arbeit gekommen», sagte Gewerkschaftssprecherin Irene Hatzidimou.

Bereits Anfang August hatte ein Warnstreik des Bodenpersonals für lange Schlangen am Hamburger Flughafen gesorgt. Von 38 Abflügen waren 15 verspätet. Die Verspätungen lagen zwischen 15 und 100 Minuten. Es gab aber keine Ausfälle.

Bereits der achte Ausstand in diesem Jahr

Am heutigen Mittwoch waren mehrere Airlines von dem Warnstreik betroffen. Reisende sollten sich bei ihrer Airline erkundigen, ob ihr Flug pünktlich stattfindet. Auf Reisen mit Lufthansa, German Wings, British Airways habe der Warnstreik keine Auswirkungen, sagte die Flughafensprecherin. Nach ihren Angaben ist es der achte Ausstand in diesem Jahr am Hamburger Airport.

Ein AHS-Sprecher sagte drei Stunden nach Warnstreikbeginn, der Ausstand habe nur für geringe Verzögerungen von rund zehn Minuten gesorgt, Flüge seien bislang nicht ausgefallen. Die Abfertigungsgesellschaft habe sich auf den Arbeitskampf vorbereitet.

Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Stundenlöhne um 1,50 Euro. Nach Verdi-Angaben hat der Arbeitgeber nach vier Verhandlungsterminen noch kein akzeptables Angebot vorgelegt. Das Unternehmen sieht keinen Spielraum für Gehaltserhöhungen. Begründet wurde dies mit einem immensen Preisdruck im Markt für Flugzeugabfertigungen.

AHS Hamburg ist das größte Abfertigungsunternehmen am Hamburg Airport und betreut etwa 60 Prozent aller Passagiere und Flugbewegungen. Das Unternehmen bietet am Hamburger Flughafen Dienstleistungen in den Bereichen Passagierservice, beispielsweise Check-in und Ticketing, und Flugbetrieb an.

Von: airliners.de, dpa
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