Vueling: In Deutschland schrumpfen, in der Schweiz wachsen

19.01.2017 - 09:01 0 Kommentare

Vueling hat ihre Streckenplanung komplett überarbeitet. Während zwei deutsche Flughäfen zum Sommer aus dem Streckennetz fliegen, will die spanische Airline in der Schweiz wachsen.

Airbus A320 der Vueling. - © © Vueling -

Airbus A320 der Vueling. © Vueling

Vueling reduziert sein Angebot in Deutschland. In der Schweiz wird es jedoch ausgebaut, wie der spanische Billigflieger jetzt auf Nachfrage von airliners.de mitteilte. Die Fluggesellschaft habe ihre komplette Streckenplanung überarbeitet. "Der Fokus liegt auf Verbindungen, die ganzjährig bedient werden können und auf denen es eine große Nachfrage beziehungsweise Potential gibt", heißt es.

Von der neuen Ausrichtung wird zum Beispiel die Schweiz profitieren. So will Vueling mehrere saisonale Strecken von Zürich und Genf zukünftig ganzjährig anbieten. Außerdem werden im Sommer neue Verbindungen aufgenommen. Es handelt sich dabei um Flüge zwischen Zürich und Palma de Mallorca beziehungsweise Prag sowie die Strecke Genf-Las Palmas.

Leipzig/Halle und Dresden nicht mehr im Programm

In Deutschland wird das Angebot dagegen reduziert. So stehen etliche Sommerverbindungen des spanischen Billigfliegers in diesem Jahr nicht wieder im Angebot. Dazu gehören zum Beispiel Flüge zwischen Berlin und Florenz beziehungsweise Santiago de Compostella.

Von den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden verabschiedet sich Vueling sogar komplett. Sie werden 2017 nicht mehr bedient. Die Airline hatte die beiden Airports hatte im vergangenen Sommerflugplan je zweimal pro Woche mit Barcelona verbunden, "zum Teil mit schlechten Flugzeiten", heißt es jetzt von Vueling.

"Die Strecken liefen gut", heißt es von Seiten der beiden Flughäfen auf Nachfrage von airliners.de. Man bedauere den Rückzug von Vueling.

Probleme am Heimatflughafen

Vueling gehört neben British Airways, Iberia und Aer Lingus zur International Airlines Group (IAG). Die Flotte des spanischen Low-Cost-Carriers besteht derzeit aus knapp 110 Maschinen er A320-Familie.

Die Fluggesellschaft hatte im vergangenen Sommer Probleme bei der Durchführung ihrer Flüge am Heimatflughafen Barcelona und musste Verbindungen streichen. Der Luftraum sei stark überfüllt gewesen, hieß es, insbesondere über Barcelona und Palma de Mallorca.

Als weiteren Grund nannte die Fluggesellschaft den Streik der französischen Fluglotsen. Der Billigflieger hat einige Maschinen in Frankreich stationiert, außerdem führen nach Airline-Angaben etwa 80 Prozent der Vueling-Flüge über den französischen Luftraum.

Flotten europäischer Billigflieger im Vergleich
Maschinen in der Flotte
Ryanair 365
Easyjet 235
Norwegian (inkl. Norwegian Air International) 121
Vueling 109
Eurowings (inkl. Germanwings) 106
Wizz Air 74
Transavia 62

Diese Grafik zeigt die Flottenstärke ausgewählter europäischer Billigflieger. Stand, 16. Janaur, Quelle: ch-aviation.com

Von: ch
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