Vueling sieht sich auf dem Weg zu einer paneuropäischen Airline

07.03.2014 - 16:22 0 Kommentare

Die spanische Fluggesellschaft Vueling hat bei ihrem Expansionskurs nicht nur Deutschland fest im Blick. Mit ihren beiden Hubs sieht sie sich gerüstet, immer mehr zu einer paneuropäischen Airline zu werden.

Airbus A320 der Vueling mit Sharklets

Airbus A320 der Vueling mit Sharklets
© Vueling

Ulla Siebke, Vueling Country Managerin für Deutschland

Ulla Siebke, Vueling Country Managerin für Deutschland
© Vueling

Vueling setzt den Expansionskurs auf dem deutschen Markt fort. Unter anderem werden im Sommer die Strecken Rom-Berlin und Rom-München aufgenommen, informierte jetzt Ulla Siebke, Country Managerin Deutschland bei Vueling. Insgesamt erweitert die spanische Fluggesellschaft mit dem Sommerflugplan das Streckennetz für Deutschland um fünf neue Routen auf insgesamt 20 Direktverbindungen.

Alles in allem erhöht Vueling ihr Flugangebot ab Deutschland um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und peilt 1,5 Millionen Passagiere an. Als "moderates Wachstum" bezeichnete dies Siebke auf der ITB in Berlin im Gespräch mit airliners.de. Schließlich hatte Vueling - die erst seit wenigen Jahren den deutschen Markt bedient - die Kapazität im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2012 verdreifacht.

Die Nachfrage sei jedenfalls extrem hoch, berichtete Siebke über ihre Eindrücke, die auch auf der diesjährigen ITB wieder bestätigt worden seien. Als Grund dafür führte sie das Geschäftskonzept der Vueling an: Eine hohe Qualität bei der Kostenbasis eines Low Cost Carriers. Als Beispiele nannte sie die Vueling-Hubs in Barcelona und Rom. So werden ab Barcelona 120 und ab der italienischen Hauptstadt 38 Ziele angeboten, wobei auch Umsteigeverbindungen möglich sind.

Weiterer Unterschied zum klassischen Billigflieger: Bei Vueling wird jedes zweite Ticket über Tradepartner verkauft, nur die übrigen 50 Prozent der Tickets werden über den Direktvertrieb abgesetzt. Den Anteil an Geschäftsreisenden bezifferte sie auf rund 40 Prozent.

Für die Zukunft rechnet Vueling, deren Verkehr derzeit noch sehr spanienlastig ist, mit einer Verschiebung: Der Trend gehe eher dahin, das perspektivisch nur noch jeder zweite Passagier mit Spanien in Kontakt kommt und der übrige Verkehr zwischen zwei anderen Ländern stattfindet, so Siebke. Die IAG-Tochter sei auf dem Weg zu einer paneuropäischen Airline.

Offen ist bislang, ob Deutschland - mit Leipzig kommt in diesem Jahr die elfte deutsche Destination hinzu - einmal eine Basis der Vueling bekommt. Zwar gebe es derzeit dafür keine konkreten Pläne, so Siebke, doch völlig ausschließen wollte sie es mit Blick auf den nächsten Jahre nicht.

Von: airliners.de
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