Tarifkonflikt in Hamburg und NRW

Vorerst keine Flughafenstreiks

18.02.2013 - 17:43 0 Kommentare

Auch zu Wochenbeginn wird an den Flughäfen in Hamburg und in Nordrhein-Westfalen nicht gestreikt. Doch der Tarifstreit zwischen Verdi und der privaten Sicherheitsbranche ist noch nicht beendet.

Schild einer Fluggastkontrolleurin - © © dpa -

Schild einer Fluggastkontrolleurin © dpa

Die Verschnaufpause im Tarifkonflikt um die Bezahlung privater Sicherheitskräfte an Flughäfen bringt auch für Flugreisende zunächst Entspannung. Wie schon am Wochenende soll auch am Montag der Flugbetrieb weiter normal laufen. Die Gewerkschaft Verdi teilte bereits am Sonntag in Düsseldorf mit, dass es an den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen bis einschließlich Dienstag keine neuen Streiks des Sicherheitspersonals geben werde. Am Montag hieß es dann auch aus Hamburg, dass die Hansestadt am Dienstag nicht bestreikt werden soll.

Verdi hatte am Freitag mitgeteilt, dass der Ausstand der Sicherheitskräfte erst einmal ausgesetzt werde, um Gespräche zu ermöglichen. Ein Sprecher der Arbeitgeber sagte am Sonntag, dass es inhaltlich nichts Neues zu den Verhandlungen mit Verdi gebe.

In dem festgefahrenen Tarifkonflikt der privaten Sicherheitsbranche war es am Donnerstag und Freitag durch den Arbeitskampf zu massiven Behinderungen gekommen. Ein Großteil der Flüge fiel aus, Passagiere mussten zudem stundenlang an den Sicherheitsschleusen warten.

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) kritisierte die Streikankündigung. «Verdi wäre nach wie vor gut beraten, aufzuhören zu streiken und endlich an den Verhandlungstisch zurückzukehren oder zumindest in die Schlichtung zu gehen», sagte BDSW-Sprecher Oliver Arning der dpa. Umgekehrt warf Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker dem Verband mangelnden Lösungswillen vor. Verdi fordert vor Wiederaufnahme der Gespräche ein neues Angebot der Arbeitgeber und lehnt eine Schlichtung ab.

Von: dpa
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