Rückblick

Von Brexit-Abstimmungen und Lufthansa-Umschichtungen

16.12.2018 - 09:00 0 Kommentare

Der Lufthansa-Konzern schichtet ordentlich um. Derweil fällt in London eine entscheidende Brexit-Abstimmung aus, auf die nicht nur die Luftfahrtbranche hin gefiebert hat. Die vergangene Woche im Überblick.

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© PA Wire/dpa /Niall Carson

David Haße

Meinung

Die vergangene Woche kommentiert David Haße. Als Herausgeber von airliners.de hat er die aktuellen Themen der Luftverkehrswirtschaft und Luftverkehrspolitik immer im Blick.


Was waren wir allesamt gespannt ... Anfang der Woche wollte die britische Regierung eigentlich über den Brexit-Vertrag abstimmen. Aber es kam anders. Ein parteiinternes Misstrauensvotum gegen die Regierungschefin später sind wir immer noch nicht schlauer.

Nur eines steht fest: Es wird immer knapper, und gerade für die Luftverkehrsbranche ist das nicht gut. Zu viel hängt am deregulierten Himmel über der EU. Kaum auszudenken, was der Branche bei einem harten Brexit droht. Ein Gutes hat das Chaos in London: Es gibt nun sogar eine realistische Chance auf ein neues Referendum. Kommt vielleicht doch noch der Exit vom Brexit?

© Fotolia, tanaonte Lesen Sie auch: Neues Votum über Brexit-Abkommen Ende Januar

Schneller geht es aktuell bei den Neuordnungen im Lufthansa-Konzern voran. Die Erkenntnisse dieser Woche im Kurzdurchlauf:

In München übernimmt demnächst wieder Germanwings die Eurowings-Aktivitäten. Die österreichische Eurowings Europe sollte das eigentlich billiger machen, aber daraus wurde wohl nichts.

Zudem kommt die neue A380-Basis der Lufthansa am Flughafen München bald ohne Berufspendler aus Frankfurt aus. Die Umschulungen der Münchner Crews auf das neue Muster kommen dieser Tage so richtig in Schwung - passend zur ersten A380 im neuen Lufthansa-Blau, die diese Woche in München stationiert wurde.

© airliners.de, Carlo Sporkmann Lesen Sie auch: Lufthansa schult A380-Crews in München

Und weiter geht's in Sachen Neustrukturierung. Diesmal ist Cityline das Thema. Der Regionalflieger der Lufthansa soll ab kommendem Jahr mit A319 fliegen. Die Gewerkschaft wittern nun die Chance auf neue Purser-Stellen und fordern klare Hierarchien. Offiziell schweigt der Konzern, doch hinter den Kulissen wird nach unseren Recherchen argumentiert: Ohne Chef in der Kabine fliege es sich doch viel flexibler.

Mit der Crew-Planung beschäftigt sich aktuell auch Lufthansa-Tochter Austrian. Auf der Langstrecke braucht es neue Regeln, weil die Premium-Eco-Sitze die Business Class reduzieren. Die Kommunikation der neuen Service-Ansätze läuft aber nach dem Motto: Insgesamt sollen es nicht weniger Flugbegleiter werden. Nur auf manchen Routen. Das ist fast wie bei der touristischen Lufthansa-Langstrecke - nur ohne Diskussion um Feuchttücher.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen dritten Advent.

 

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Von: David Haße
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