Volga-Dnepr kooperiert mit Online-Händler Alibaba

03.01.2019 - 16:34 0 Kommentare

Die Frachtfluggesellschaft Volga-Dnepr fliegt künftig für den chinesischen Online-Händler Alibaba. In Deutschland unterhält die russische Cargo-Airline einen Technikbetrieb und bald eine eigene Frachttochter.

Eine Ilyushin Il-76 der Volga-Dnepr. - © © AirTeamImages.com - Moises Mendoza

Eine Ilyushin Il-76 der Volga-Dnepr. © AirTeamImages.com /Moises Mendoza

Die russische Fracht-Airline Volga-Dnepr will künftig mit der chinesischen Logistikgruppe Cainiao Smart Logistics Network kooperieren. Das gaben beide Unternehmen in einer gemeinsamen Absichtserklärung bekannt. Die russische Cargo-Airline stellt dabei 41 Maschinen und ihr Logistiknetzwerk zur Verfügung und wird dafür vom chinesischen Logistiker für Luftfracht und logistische Dienstleistungen bevorzugt beauftragt.

Cainiao Smart Logistics Network gehört zum chinesischen Online-Großhändler Alibaba. Über das Portal verschicken viele chinesische Unternehmen ihre Produkte in die ganze Welt. Das Logistikunternehmen hat sich das Ziel gesetzt, Bestellungen weltweit innerhalb von drei Arbeitstagen zustellen zu können.

Dazu investiert das Unternehmen in sechs Verteilerzentren weltweit. Laut Medienberichten entsteht gerade für 1,5 Milliarden Dollar eins dieser Logistikzentren am Flughafen Hongkong. Weitere Standorte sind Dubai, Kuala Lumpur, Moskau und Lüttich.

Leipzig/Halle könnte profitieren

Profitieren könnte von der Vereinbarung auch der Flughafen Leipzig/Halle, an dem Volga-Dnepr neben ihren russischen Hubs in Moskau, Ulyanovsk und Krasnoyarsk auch ein Drehkreuz betreibt. Darüber hinaus hat die Volga-Dnepr-Gruppe am zweitgrößten deutschen Fracht-Airport einen eigenen Wartungshangar.

Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass die Volga-Dnepr-Gruppe Ende 2019 mit Cargologic Germany eine weitere Tochter-Airline an den Start bringen werde. Angesiedelt wird die Airline, die später mit drei Boeing 737-400 fliegen soll, in Leipzig/Halle. Der Fokus soll auf dem Online-Handel liegen.

Seit dem 1. Januar führt die Volga-Dnepr auch keine Salis-Flüge (Strategic Airlift International Solution) im Auftrag von zehn Nato-Staaten durch. Die Russen teilten sich die Aufgabe mit der ukrainischen Antonov Airlines. Die Ukrainer führen die Flüge jetzt alleine durch.

Im April hatte Volga-Dnepr die Kooperation zum Ende des Jahres gekündigt. Das Unternehmen teilte damals mit, man wolle sich auf den Transport ziviler Güter konzentrieren und kein militärisches Gerät mehr für westliche Staaten befördern.

Von: br
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