Vize-Ministerpräsidentin will CSU-internen Flughafen-Streit beschwichtigen

09.05.2016 - 11:19 0 Kommentare

Im Streit um eine dritte Start- und Landebahn am Münchner Flughafen setzt die bayerische Vize-Ministerpräsidentin Ilse Aigner auf Mäßigung in der CSU. Gleichzeitig bekräftigte sie ihren Standpunkt zu den Ausbauplänen.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner - © © Bayerische Staatsregierung -

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner © Bayerische Staatsregierung

Im CSU-internen Streit über den Flughafenausbau in München hat die bayerische Vize-Ministerpräsidentin Ilse Aigner vor öffentlichen Debatten gewarnt. "Wir sollten miteinander diskutieren und nicht über die Medien diskutieren. Das ist mein Ratschlag", sagte sie am Wochenende im "B5-Interview der Woche" des Bayerischen Rundfunks.

Bayerns Regierungschef Horst Seehofer hatte vor wenigen Tagen angekündigt, die Bürger Münchens über den Bau einer dritten Startbahn am Airport entscheiden zu lassen. Daraufhin drohte der frühere Parteichef Erwin Huber mit einer Verfassungsklage.

© dpa, Andreas Gebert Lesen Sie auch: Neuer Bürgerentscheid: Münchner sollen über dritte Airport-Piste entscheiden

Aigner zeigte sich zuversichtlich, mit der Fraktion eine Lösung zu finden. Die Wirtschaftsministerin warb erneut für den Ausbau: "Wir brauchen vor allem die internationalen Verbindungen für unsere internationalen Firmen, und die hängen ganz wesentlich auch von den Umsteigemöglichkeiten ab." Und da die Flugbewegungen im Gegensatz zu früher stiegen und somit Knappheiten entstünden, könne man das auch gegenüber der Bevölkerung begründen. "Da bin ich ganz sicher."

Von: gk, dpa
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