Viele Ex-Air-Berliner haben neue Jobs

15.01.2018 - 17:05 0 Kommentare

Die meisten Air-Berlin-Mitarbeiter waren am Standort in Berlin beschäftigt. Mittlerweile haben rund ein Drittel der ehemaligen Beschäftigten neue Jobs gefunden. Sie sind nicht nur bei Eurowings untergekommen.

Mitarbeiter der Air Berlin auf dem Vorfeld des Flughafens Tegel. - © © dpa -

Mitarbeiter der Air Berlin auf dem Vorfeld des Flughafens Tegel. © dpa

Zweieinhalb Monate nach dem Aus für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin sind in der Region Berlin-Brandenburg knapp ein Drittel der ursprünglich gut 1000 arbeitslos gemeldeten Mitarbeiter wieder in Beschäftigung. Das geht aus Daten der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hervor.

Die Auswahlverfahren bei den anderen Luftfahrtunternehmen seien allerdings noch nicht abgeschlossen, teilte die Regionaldirektion der Arbeitsagentur auf Anfrage mit. Deshalb sei in Kürze mit weiteren Einstellungen früherer Air-Berlin-Angestellter zu rechnen.

Zudem dürften Mitarbeiter, die sich nicht bei der Agentur gemeldet haben, eigenständig neue Arbeitsstellen finden, hieß es. Am vorigen Mittwoch waren 532 ehemalige Air-Berlin-Mitarbeiter bei den Arbeitsagenturen in Berlin und Brandenburg arbeitslos gemeldet, einen Monat zuvor waren es rund 700.

Air Berlin hat noch Mitarbeiter

Hinzu kamen nach Angaben der Behörde 463 Ex-Air-Berliner, die als arbeitssuchend, aber nicht arbeitslos registriert waren. In diese Gruppe gehören etwa Mitarbeiter, die in dem insolventen Unternehmen noch gebraucht werden, aber bereits eine Kündigung für einen späteren Zeitpunkt erhalten haben. Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet und Ende Oktober den selbstvermarkteten Flugbetrieb eingestellt. Noch bis Ende des Jahres hob die Airline im Wet-Lease für Konkurrentin Eurowings ab.

© dpa, Lesen Sie auch: Das lange Ende der Air Berlin Rückblick

Im Sommer 2017 hatte der Konzern noch gut 8000 Beschäftigte. Ein großer Teil der Crews dürfte bei der Lufthansa-Tochter Eurowings und Easyjet eine neue Anstellung finden. Rund 700 Ex-Mitarbeitern der Techniksparte sowie 1200 Beschäftigten der Berliner Zentrale wurde angeboten, in Transfergesellschaften zu wechseln. Dort sollen sie qualifiziert und weitervermittelt werden.

Von: br mit Material von dpa
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