Verwaltungsgericht lehnt Bürgerbegehren gegen Coburger Flugplatz ab

28.09.2016 - 13:55 0 Kommentare

Der Flugplatz in Coburg soll für 30 Millionen Euro erneuert werden. Projektgegner wollten das verhindern und zogen vor Gericht - ohne Erfolg, wie sich jetzt herausgestellt hat.

Tower und Hangar am Flugplatz Steinrücken bei Coburg in Oberfranken. - ©  © dpa - David Ebener

Tower und Hangar am Flugplatz Steinrücken bei Coburg in Oberfranken. © dpa /David Ebener

Die Gegner eines neuen Verkehrslandeplatzes in Coburg haben vor Gericht eine Niederlage erlitten. Das Verwaltungsgericht Bayreuth wies jetzt die Klage einer Bürgerinitiative ab, wie eine Sprecherin sagte.

Die Initiatoren wollten vor Gericht erreichen, dass ein Bürgerbegehren gegen den Flugplatz doch noch zugelassen wird. Damit wollten sie die Stadt zum Ausstieg aus Finanzierung und Planung des Vorhabens zwingen. Doch bereits der Coburger Stadtrat hatte das Bürgerbegehren im Oktober 2015 abgelehnt.

Das Kommunalparlament hatte damals zudem eine Satzungsänderung beschlossen, wonach sich die Partner langfristig an die Projektgesellschaft für den neuen Landeplatz binden. Eine Kündigung könnte frühestens zum 31. Dezember 2025 ausgesprochen werden. Neben der Stadt gehören Wirtschaftsunternehmen, der Aero-Club Coburg sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) zur Projektgesellschaft.

Der Flugplatz soll rund 30 Millionen Euro kosten. Die Gegner halten das Projekt für unnötig und zu teuer. Aus Sicht der Befürworter ist der bisherige Coburger Landeplatz zu klein. Die Wirtschaft in der Region sei auf einen modernen Flugplatz angewiesen.

Von: ch, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Menschen sitzen auf dem Flugplatz Steinrücken bei Coburg (Bayern) vor dem Tower und einem Hangar. Kein neuer Flugplatz in Coburg

    Die Pläne für einen neuen Flugplatz in Coburg sind fallen gelassen worden. Stattdessen soll der bisherige Landeplatz bestehen bleiben und der Bamberger Flugplatz erweitert werden.

    Vom 09.11.2017
  • Kurt Bodewig Köln/Bonn: Aufsichtsratschef könnte abgelöst werden

    Der "WDR" berichtet von einem Schreiben des Aufsichtsratschef vom Flughafen Köln/Bonn, in dem dieser seinen turnusmäßigen Rücktritt ablehnt. Er könnte allerdings mit einem Umlaufverfahren umgangen werden.

    Vom 20.11.2017
  • Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr Lufthansa rechtfertigt sich für hohe Preise

    Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechtfertigt sich für hohe Preise im innerdeutschen Luftverkehr und will nach der Genehmigung der Air-Berlin-Teilübernahme täglich 30 neue Flüge aufsetzen. Wirkliche Entlastung kommt wohl erst mit Easyjet.

    Vom 13.11.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus