Rundschau Verständnis für Streiks und Abflug für Joon

Der Arbeitskampf an den Flughäfen findet viel Zustimmung und Air France stampft ihre Trend-Marke ein. Unsere tägliche Übersicht mit allen Kurzmeldungen sowie der Presseschau des Tages.

Ein Schild mit der Aufschrift Warnstreik. - © © dpa - Holger Hollemann

Ein Schild mit der Aufschrift Warnstreik. © dpa /Holger Hollemann

Immer abends gibt es auf airliners.de die kompakte Rundschau mit den Randnotizen und dem Pressespiegel des Tages.

Die Kurzmeldungen des Tages

Eine knappe Mehrheit der Deutschen hat Verständnis für die Warnstreiks der Sicherheitsmitarbeiter an den deutschen Flughäfen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Yougov hervor, die im Auftrag des "Handelsblatts" am Donnerstag durchgeführt wurde. 48 Prozent der Befragten hätten Verständnis geäußert, 40 Prozent nicht, zwölf Prozent waren unentschieden.

Air France hat am Mittwoch offiziell die Einstellung der Airline-Marke Joon angekündigt. Alle Flüge sowie die bestellten Langstrecken-Jets vom Typ A350 sollen von Air France übernommen werden, heißt es in einer Mitteilung. Das 2017 eingeführte Label sei schwierig zu verstehen gewesen und habe die Kernmarke Air France geschwächt.

Der Airport München hat in Terminal 2 (luftseitig) eine sogenannte "MeetingCab" installiert. Laut einer Mitteilung handelt es sich dabei um eine schallisolierte Kabine, in der vier Personen an einem Besprechungstisch Platz finden. Die Kabine kann ab mindestens 30 Minuten gemietet werden.

Die "MeetingCab" befindet sich Höhe des Gates G 06 im Terminal 2. Foto: Flughafen München

Am Flughafen Hannover wird der Reisemarkt im Terminal C umgestaltet. Laut Mitteilung sind viele der über 25 Reisebüros dort in moderne Ladengeschäfte gezogen. Während der Umbauten läuft der Betrieb weiter.

Reisende in den USA müssen wegen des "Shutdowns" derzeit mit längeren Wartezeiten an den Flughäfen rechnen. Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind Verzögerungen bei den Sicherheitskontrollen möglich. Reisende sollten möglichst frühzeitig am Flughafen erscheinen. Wegen der andauernden Haushaltssperre wurden rund 800.000 Regierungsmitarbeiter in den Zwangsurlaub geschickt oder sie müssen zunächst ohne Bezahlung weiterarbeiten.

Die Flugsicherungstochter DFS Business wird größter Anteilseigner an der belgischen Softwarefirma Unifly NV. Die Firma ist auf das Verkehrs- und Betriebsmanagement von unbemannten Luftfahrzeugsystemen spezialisiert. Laut Meldung übernimmt die DFS Business 23,6 Prozent der Anteile.

Das schreiben die Anderen

Dem Germania-Chef Karsten Balke fehlt es nicht an Selbstbewusstsein, schreibt das "Handelsblatt". Nun beginne für den ehrgeizigen Manager sein wohl größter Kampf: Er muss für die angeschlagene Airline externe Geldgeber finden – und das werde nicht einfach.

© Germania, Lesen Sie auch: Germania hat erste Finanzspritzen in Aussicht

Die Finanzprobleme von Germania erinnern viele Berliner an die Pleite von Air Berlin, schreibt die "Berliner Morgenpost". Für den Luftverkehrsstandort in der Hauptstadt sei die Schieflage des Ferienfliegers ein weiteres Alarmsignal.

Die Warnstreiks an den Flughäfen seien unnötig, findet die "Rheinische Post". Sie seien weit überzogen, um während der Verhandlungen noch einmal Druck zu machen, heißt es in einem Kommentar. Zudem seien die Verdi-Forderungen riskant: Nach jeder sehr hohen Lohnsteigerung in Deutschland hätten die Arbeitgeber bisher Jobs gestrichen.

Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Presseschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Von: airliners.de

Datum: 10.01.2019 - 18:06

Adresse: http://www.airliners.de/verstaendnis-streiks-abflug-joon/48399