Tui-Chef: Verschmelzung von Tuifly und Niki geht voran

04.04.2017 - 10:11 0 Kommentare

Niki und Tuifly sollen zu einer Fluggesellschaft werden. Derzeit werde der Vertrag verhandelt, sagt Tui-Chef Friedrich Joussen. Der Konzernchef legt dabei Wert auf einen bestimmten Grundsatz.

Friedrich Joussen - © © Tui AG -

Friedrich Joussen © Tui AG

Die geplante Verschmelzung des Ferienfliegers Tuifly und der Air-Berlin-Tochter Niki kommt voran - ist aber noch nicht unter Dach und Fach. Eine Vereinbarung sei geschlossen, nun werde der Vertrag verhandelt, sagt Tui-Chef Friedrich Joussen den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Tinte ist trocken, wenn sie trocken ist."

Auf die Frage, ob das Geschäft noch nicht sicher sei, sagte Joussen: "Bei Vertragsverhandlungen gilt Gründlichkeit vor Schnelligkeit." Hinter der Gründung des neuen Ferienfliegers stehe "ein sehr komplexer Vertrag". Der Plan mache ganz viel Sinn. Gleichzeitig räumte er ein:

Ich habe aber auch Dinge erlebt, die ganz viel Sinn gemacht haben, und wo man sich dann in Einzelfragen verhakte.

Tui-Chef Friedrich Joussen

Die Tuifly-Mutter Tui, die Air-Berlin-Großaktionärin Etihad aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Air Berlin selbst hatten im vergangenen Herbst Pläne für die Gründung des neuen Ferienfliegers bekanntgegeben. Die Gesellschaft soll ihren Sitz in Wien haben und Flüge zu europäischen Tourismuszielen anbieten.

Im Rahmen eines Umbau- und Sparprogrammes will Air Berlin ihre österreichische Tochter Niki an Etihad verkaufen - doch das verzögert sich. Es fehlen die behördlichen Genehmigungen.

Laut Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hat der Golf-Carrier den Kaufpreis für Niki bereits überwiesen. Die Summe beträgt 300 Millionen Euro. Eigentlich sollte die neue gemeinsame Fluggesellschaft bereits zum Sommerflugplan Ende März abheben.

© dpa, Lesen Sie auch: So soll Tuifly mit dem Air-Berlin-Touristikteil verschmelzen

Von: ch, AFP
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