IATA-Zahlen für Januar 2009

Verkehrszahlen zeigen wirtschaftliche Talfahrt

26.02.2009 - 17:17 0 Kommentare

Die Krise in der internationalen Luftfahrtindustrie verschärft sich: Die aktuellen Verkehrszahlen der International Air Transport Association (IATA) für den Monat Januar 2009 zeigen mit einem Minus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr einen weiteren Einbruch bei der Passagiernachfrage. Auch das weltweite Frachtaufkommen befindet sich mit einem Rückgang um 23,2 Prozent im Januar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiterhin in einem dramatischen Sinkflug.

Verschiedene Flugzeuge stehen in Amsterdam. - © © AirTeamImages.com -

Verschiedene Flugzeuge stehen in Amsterdam. © AirTeamImages.com

Wie die IATA weiter mitteilt, ging die Passagiernachfrage den fünften Monat in Folge zurück und reduzierte sich im Vergleich zum Monat Dezember 2008 um einen weiteren Prozentpunkt. Die Kapazitäten reduzierten sich um 2,0 Prozent, die durchschnittliche Auslastung lag bei 72,8 Prozent und damit um 2,8 Prozent niedriger als im Januar des Vorjahres.

Noch akuter ist die Situation im internationalen Frachtbereich: Den achten Monat in Folge ging das weltweite Cargo-Aufkommen zurück. Im Dezember 2008 sank es bereits um 22,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, im Januar 2009 betrug der Rückgang verglichen mit dem Vorjahr 23,2 Prozent.

„Überall schrillen die Alarmglocken“, kommentiert Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA, die aktuellen Verkehrszahlen. „In jeder Region melden die Fluggesellschaften hohe Rückgänge im Frachtsektor. Abgesehen von den Airlines im Mittleren Osten, sinkt zudem in allen Regionen die Nachfrage von Seiten der Fluggäste. Die Industrie befindet sich in einer globalen Krise, und wir haben ihren Tiefpunkt noch nicht erreicht.“

Den stärksten Einbruch bei den Passagierzahlen meldeten mit einem Minus von 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Fluggesellschaften in Asien, gefolgt von den Airlines in Nordamerika (6,2 Prozent). Auch in Europa sank die Nachfrage der Fluggäste im Januar 2009 um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in Lateinamerika um 1,4 Prozent und in Afrika um 2,6 Prozent. Lediglich im Mittleren Osten wurde ein Zuwachs um 3,1 Prozent bei den Fluggastzahlen verzeichnet.

„Die Umsätze in der Luftfahrtindustrie werden sich um 35 Milliarden US-Dollar auf 500 Milliarden US-Dollar verringern“, prophezeit Giovanni Bisignani. „Wir rechnen derzeit für die internationale Luftfahrt mit Verlusten in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr.“

Die ausführlichen Verkehrszahlen der IATA für Januar 2009 sind abrufbar unter:

Von: IATA
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