Verkehrspiloten sorgen sich um Luftfahrtstandort Deutschland

29.04.2014 - 17:17 0 Kommentare

Gegen eine regionalpolitisch gesteuerte Flughafenstruktur hat sich jetzt klar die Vereinigung Cockpit ausgesprochen. Stattdessen wurde ein Luftverkehrswegeplan für Deutschland gefordert.

Ilja Schulz, Präsident der Vereinigung Cockpit  - © © Vereinigung Cockpit -

Ilja Schulz, Präsident der Vereinigung Cockpit © Vereinigung Cockpit

Bessere politische Rahmenbedingungen für den Luftverkehr hat jetzt Ilja Schulz, Präsident der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, gefordert. Der unkoordinierte Wildwuchs unrentabler Provinzflughäfen dürfe so nicht weiter gehen, erklärte er laut Mitteilung während des heute zu Ende gehenden sechsten Deutschen Verkehrspilotentags. „Deutschland braucht keine regionalpolitisch gesteuerte Flughafenstruktur, sondern einen deutschen Luftverkehrswegeplan, der diesen Namen auch verdient", so Schulz. Die Investition in Infrastruktur müsse am Bedarf und nicht an lokalen Wählerstimmen ausgerichtet sein.

Subventionen für unrentable Flughäfen seien nicht im langfristigen Interesse der Allgemeinheit und setzten gesunde Unternehmen unter Druck. Auch die jüngst von der EU erlassenen Maßnahmen zur Reglementierung von Subventionen für Flughäfen in Europa reichten nicht aus, da sie weiterhin zu viele Zuwendungen erlauben und mit zu langen Übergangszeiten arbeiten würden.

Schulz wies ferner erneut auf die schädigende Wirkung der Luftverkehrsabgabe hin. Diese stelle gegenüber ausländischen Airlines eine deutliche Wettbewerbsverzerrung dar und schnüre den deutschen Airlines die Luft ab, wie gerade wieder an den Zahlen der Air Berlin deutlich werde.

Von: airliners.de
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