Artikel vom 03.02.2010 0
Crewfehler führte zu Buffalo-Absturz
Neuer NTSB-Bericht
© NTSB
NTSB-Animation des Unglücks
Einer am Dienstag vom NTSB vorgestellten Untersuchung zufolge ist der Absturz einer Colgan-Air-Dash-8 auf menschliches Versagen zurückzuführen.
Die unangemessenen Reaktionen des Kapitäns auf den Stickshaker der im Endanflug zu langsam fliegenden Maschine habe zu einem Ströhmungsabriss geführt, aus dem sich das Flugzeug nicht mehr abfangen ließ.
Statt die Nase der Maschine nach unten zu drücken um Tempo zu gewinnen, wurde das Steuer dem Bericht zufolge hochgezogen und die Motorleistung erhöht. Nach diesem Manöver sei die Luftströmung komplett abgerissen und das Flugzeug sei abgestürzt.
Zuvor gab es Spekulationen über mögliche "Tail Wing"-Vereisung bei der Unglücksmaschine. Bei einem Strömungsabriss durch vereiste Höhenstabilitoren am Heck von Turboprop-Maschinen kann dabei die korrekte Reaktion ein Hochziehen der Maschine sein.
Der Schneesturm, in den das Flugzeug beim Landeanflug auf Buffalo geraten war, war den Experten zufolge allerdings nicht die Ursache des Absturzes. Die NTSB forderte in ihrem Bericht, die Standards zur Ausbildung und zum Notfalltraining für Piloten zu überprüfen.
Die Bombardier Dash-8 Q400 war am 12. Februar 2009 in der Kleinstadt Clarence in der Nähe von Buffalo im US-Bundesstaat New York rund fünf Meilen vor der Runway im Landeanflug abgestürzt. An Bord starben alle 49 Insassen, am Boden wurde ein weiterer Mensch getötet.
Link zum Bericht: http://www.ntsb.gov/Publictn/2010/AAR1001.htm
Stand: 03.02.2010 - 5:24 PM Uhr
Quelle: airliners.de, mit AFP
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