Artikel vom 08.06.2011 0
Bergungsarbeiten im Atlantik beendet
AF447
© BEA
Bergung eines Triebwerks
Für einige Opfer des Todesflugs AF447 Rio-Paris bleibt der Atlantik die letzte Ruhestätte. Die Bergungsarbeiten am Wrack der vor zwei Jahren abgestürzten Air-France-Maschine seien beendet, teilten die französischen Unfallermittler am Dienstag in Paris mit.
Die geborgenen Leichen und Flugzeugteile sollten in der kommenden Woche in Frankreich eintreffen. Das Bergungsschiff "Ile de Sein" hatte sich bereits am Freitagnachmittag auf den Rückweg gemacht und wird im Lauf der nächsten Woche in der französischen Hafenstadt Bayonne erwartet. Von dort aus sollen die Leichen dann in ein gerichtsmedizinisches Institut gebracht werden, um identifiziert zu werden.
Nach Angaben der Gendarmerie konnten seit Ende April 104 Leichen geborgen werden. 50 Opfer waren bereits kurz nach dem Absturz geborgen worden, die übrigen 74 bleiben nun für immer auf dem Meeresgrund.
Die Unfallermittler werten derzeit die Flugschreiber aus, die nach knapp zwei Jahren Suche in etwa 4000 Metern Tiefe gefunden worden waren. Nach ersten Erkenntnissen hatten die Piloten sich von einer falschen Geschwindigkeitsanzeige irritieren lassen. Manche Experten vertreten die Ansicht, die Piloten hätten zudem falsch reagiert.
Stand: 08.06.2011 - 8:50 AM Uhr
Quelle: dpa, AFP
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