Artikel vom 15.02.2012 0
Airbus: A380-Reparatur kommt zügig voran
Haarrisse im Flügel
© airliners.de /Oliver Pritzkow
Airbus A380 auf der ILA 2006 in Berlin
Die Reparatur der jüngst in den Tragflächen von A380-Flugzeugen entdeckten Haarrisse kostet Airbus «eine Menge Geld». «Wir haben einen Fehler gemacht», räumte Unternehmens-Chef Tom Enders am Mittwoch bei der Luftfahrtmesse in Singapur ein. «Und wir werden das in Ordnung bringen.» Er habe eine interne Untersuchung angeordnet, wie es zu dem Problem kommen konnte. Spekulationen, dass Kosten von 100 Millionen Euro auf das Unternehmen zukommen könnten, wollte Enders nicht kommentieren. Auch zu möglichem Schadensersatz für die sieben A380-Kunden, die ihre zusammen 69 Maschinen jeweils für einige Tage aus dem Verkehr ziehen müssen, äußerte er sich nicht.
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hatte eine Überprüfung aller A380-Maschinen angeordnet, nachdem an den Klammern, die die Rippen mit den Tragflächen verbinden, Haarrisse entdeckt worden waren. Airbus hat einen Fehler im Herstellungsprozess eingeräumt. Enders versicherte erneut, dass die Probleme keinen Einfluss auf die Flugsicherheit hätten. «Sicherheit ist unsere höchste Priorität, es gibt da keine Kompromisse», sagte er. «Ich kann versichern: Dieses Flugzeug ist absolut flugtauglich.»
Airbus blickt nach Angaben von Enders nach dem Rekordjahr 2011 mit 1.600 Bestellungen weiter zuversichtlich in die Zukunft. Nach der neuesten Marktanalyse des Unternehmens werden in den nächsten 20 Jahren 27.800 neue Flugzeuge mit einem Listenpreis von insgesamt 3,5 Billionen US-Dollar gebraucht. Die Asien-Pazifik-Region ist demnach mit 34 Prozent der Nachfrage das Zugpferd. Hier würden in den nächsten 20 Jahren allein 9.370 neue Maschinen in den Dienst gestellt. Auch bei der Finanzierung werde die Region ein immer wichtigerer Markt für die Flugzeugindustrie, sagte Enders.
Stand: 15.02.2012 - 2:25 PM Uhr
Quelle: dpa
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