Artikel vom 20.01.2012 0

Passagierrückgang bei Intersky

Teilverkauf in «finaler Phase«»

Intersky hat die Bilanz für das vergangene Jahr vorgelegt. Demnach sank die Anzahl der beförderten Passagiere gegenüber 2010 deutlich. Neben einer Flottenverkleinerung macht die Airline die Ticketsteuer sowie die Konkurrenz auf der Wienstrecke hierfür verantwortlich. Der Umsatz blieb jedoch weitgehend stabil.

Rumpf einer Dash-8Q-300 der InterSky  - © © AirTeamImages.com -

Rumpf einer Dash-8Q-300 der InterSky

Die Regionalfluglinie Intersky hat im vergangenen Jahr rund 186.000 Passagiere befördert. Das ist ein Rückgang von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Fluglinie am Donnerstag mitteilte. Im Jahr 2010 war Intersky jedoch noch mit bis zu fünf Flugzeugen unterwegs. Im letzten Jahr flogen noch vier Bombardier Q300 für Intersky. Seit Dezember sind es sogar nur noch drei. Trotzdem habe das Unternehmen die Passagierzahlen nahezu halten können, hieß es weiter.

Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 26,8 Millionen Euro. Grund hierfür seien mehr Charterflüge und Geschäftsreisende, die mehr Geld für Tickets ausgegeben haben. Das abgelaufene Jahr war für die Bregenzer Airline, deren Flugzeuge in Friedrichshafen stationiert sind, nach Eigenangaben das „schwierigste Jahr seit der Unternehmensgründung“. Die Einführung der Ticketsteuer in Deutschland und Österreich, der steigende Rohölpreis, der schwache Euro-Dollar-Kurs und die Konkurrenz mit Austrian Airlines und People's Viennaline auf der Wien-Strecke setzten Intersky zu.

Die Eigentümer Renate Moser und Rolf Seewald hatten im Herbst 2011 einen Teilverkauf angekündigt. Laut der aktuellen Pressemeldung ist die Investor-Suche bereits in der „finalen Phase“. „Wir gehen davon aus, in wenigen Wochen weitere Details bekannt geben zu dürfen“, sagte die Geschäftsführerin Renate Moser. Als potentieller Investor gilt Hans Rudolf Wöhrl, der bereits in Deutschland einige Flugunternehmen aufgekauft hat.

Ausblick

Im kommenden Sommer will Intersky den Flugplan zu touristischen Zielen ausweiten: Die Strecken nach Elba, Sardinien sowie Pula, Split und Zadar in Kroatien werden bis zu zwei Mal wöchentlich bedient. Bei den Städtedestinationen werden weiterhin Berlin, Hamburg und Düsseldorf bis zu drei Mal täglich bedient. Die Strecke zwischen Bodensee und Wien täglich, sowie nach Graz vier Mal wöchentlich. Darüber hinaus sind auch diverse Sommercharter-Strecken für Veranstalter in Verhandlung. Die Charterflüge zwischen Memmingen und Neapel werden aufgrund der hohen Nachfrage um zehn Prozent aufgestockt.

Stand: 20.01.2012 - 11:30 AM Uhr

Quelle: Roman Payer, Austrian Aviation Net

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