Artikel vom 12.01.2010
Lufthansa-Passagierzahlen 2009 gesunken
Höhere Treibstoffkosten erwartet
Die Deutsche Lufthansa hat im vergangenen Jahr infolge der Wirtschaftskrise Rückgänge bei den Passagierzahlen und dem Frachtaufkommen verzeichnet. Wie Deutschlands größte Airline am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte, sank die Zahl der Fluggäste binnen Jahresfrist um 2,6 Prozent auf 55,6 Millionen. Zugleich sei in diesem Zeitraum das Angebot um 1,3 Prozent zurückgegangen. Mit Ausnahme des Verkehrsgebiets Naher Osten/Afrika verringerte sich den Angaben zufolge die Zahl der Fluggäste in allen Regionen.
Insgesamt beförderten die Fluggesellschaften des Konzerns 2009 mehr als 76 Millionen Passagiere und damit konsolidierungsbedingt 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon entfielen 13,8 Millionen Gäste auf die Swiss, 3,3 Millionen auf Austrian Airlines und 3,8 Millionen auf British Midland (bmi). Austrian Airlines wird erst seit September und bmi erst seit Juli 2009 in den Kennzahlen des Konzerns abgebildet. Die Gesamtzahl der Flüge stieg um 7,5 Prozent auf mehr als 893.000.
Die Luftfracht-Tochter Lufthansa Cargo transportierte den Angaben zufolge rund 1,5 Millionen Tonnen. Das entspricht gegenüber 2008 einem Rückgang von 10,5 Prozent.
Dezemberzahlen zeigen positiven Trend
Die positive Trendwende im Passagier- und Frachtgeschäft hat sich bei der Lufthansa zum Jahresende 2009 fortgesetzt. Mit den Fluglinien unter der Marke Lufthansa flogen im Dezember 4,1 Millionen Passagiere und damit 3,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Frankfurt weiter mitteilte. Die Auslastung der Maschinen fiel mit 76,8 Prozent um 1,1 Prozentpunkte höher aus. Einschließlich der neuen Töchter BMI und Austrian Airlines (AUA) beförderte die Lufthansa 6,4 Millionen Fluggäste.
Lufthansa rechnet mit steigenden Treibstoffkosten
Darüber hinaus teilte die Airline mit, dass sie für das laufende Jahr höhere Treibstoffkosten erwartet als bislang geplant. Die Treibstoffrechnung dürfte nach Preissicherungsgeschäften auf 4,75 Milliarden Euro klettern, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Präsentation von Finanzvorstand Stephan Gemkow zu einer Investorenveranstaltung der Commerzbank in New York.
Zuletzt hatte die Lufthansa für 2010 mit Treibstoffkosten von 4,5 Milliarden Euro kalkuliert. Für das abgelaufene Jahr hielt Gemkow seine Schätzung von 3,7 Milliarden Euro aufrecht. Davon entfielen 300 Millionen auf die neuen Töchter AUA und BMI, die die Lufthansa im zweiten Halbjahr übernommen hatte. 2010 dürfte ihr Anteil auf 600 Millionen Euro wachsen, hieß es.
Die Lufthansa will ihre Bilanz am 11. März 2010 veröffentlichen.
Stand: 12.01.2010 - 3:02 PM Uhr
Quelle: ddp, dpa-AFX
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