Artikel vom 29.11.2011 0
Luftfracht schrumpft weiter
IATA-Zahlen
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Die Verkehrszahlen im weltweiten Cargogeschäft sind im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,7 Prozent gesunken. Das ist das Ergebnis der aktuellen Verkehrszahlen, welche die International Air Transport Association (IATA) heute veröffentlicht hat. Im Passagiergeschäft sind die Zahlen im selben Vergleichszeitraum hingegen um 3,6 Prozent gestiegen.
Tony Tyler, Director General und CEO der International Air Transport Association (IATA): „Das Topthema ist in diesem Monat die Fracht. Seit Jahresmitte ist dieser Markt um fast fünf Prozent geschrumpft. Das ist weit mehr als der Rückgang des Welthandels, der ein Prozent beträgt. Die Luftfracht gehört zu den ersten Branchen, die unter einem sinkenden Vertrauen in die Weltwirtschaft leiden.“
In den vergangenen Monaten war zwar nicht die Industrie-Produktion an sich, wohl aber der Konjunkturoptimismus gesunken. Im Hinblick auf eine schwächere Wirtschaftsleistung in der Zukunft geht der Trend nun zu preisgünstigeren und langsameren Verkehrsmitteln. Im Gegensatz zu dem Rückgang des Cargogeschäfts zeigt der Trend im Passagierverkehr weiterhin nach oben, wenn auch mit regionalen Differenzen. Trotz der sich zuspitzenden Krise im Euro-Raum verzeichneten europäische Fluggesellschaften im Oktober 2011 ein überdurchschnittliches Nachfragewachstum von 6,4 Prozent. „Der Flugverkehr in Europa entspricht 29,2 Prozent des weltweiten Angebots. Das bedeutet, dass die allgemeine Stärke im Passagierverkehr auf einem schwachen Fundament steht“, so Tyler.
Der internationale Passagierverkehr ist im Oktober 2011 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,6 Prozent gestiegen. Dies entspricht dem allgemeinen Aufwärtstrend, allerdings in abgeschwächter Form. Die Auslastung lag im Oktober 2011 bei 77,6 Prozent. Sie hatte im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch bei 79,5 Prozent gelegen.
Fluggesellschaften in Europa verzeichneten im Oktober 2011 bei gleichzeitiger Ausweitung der Kapazitäten von 8,1 Prozent einen Zuwachs der Verkehrszahlen im internationalen Passagierverkehr um 6,4 Prozent. Gleichzeitig ist die Auslastung mit 80,2 Prozent bei europäischen Airlines so hoch wie in keiner anderen Region. Bei Fluggesellschaften in Nordamerika sind die internationalen Passagierzahlen um 1,9 Prozent zurückgegangen. Die Auslastung lag bei 80,1 Prozent. Trotz der Krise im Euro-Raum haben Airlines in Europa und Nordamerika im vergangenen Jahr am besten abgeschnitten.
Mit einem Plus von 7,7 Prozent registrierten Fluggesellschaften im Nahen und Mittleren Osten im Oktober 2011 das stärkste Nachfragewachstum (Kapazität: plus 9,5 Prozent; Auslastung: 74,8 Prozent). Im asiatisch-pazifischen Raum ist die Nachfrage - bei einer Ausweitung der Kapazitäten von 7,5 Prozent - um 3,8 Prozent gewachsen, in Afrika um 4,2 Prozent (Kapazität: plus 5,9 Prozent). Das stärkste Wachstum bei den Kapazitäten verzeichneten Fluggesellschaften in Lateinamerika mit 10,4 Prozent. In dieser Region ist die Passagier-Nachfrage um 6,7 Prozent gestiegen.
Stand: 29.11.2011 - 10:31 AM Uhr
Quelle: IATA, airliners.de
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