Artikel vom 24.02.2010 0

Neues Rettungssystem am Hamburg Airport

Der Hamburger Flughafen hat ein neues Rettungsystem eingeweiht. Insgesamt 66 Notrufstelen überziehen den Flughafen flächendeckend. Neben einem Notruf enthält jede Stele einen Verbandskasten sowie einen Defibrillator.

Michael Eggenschwiler (li.), Thomas Barke (Mi) und Prof. Dr. Jörg F. Debatin (re.) weihen eine SOS-Stele ein - © © Hamburg Airport -

Michael Eggenschwiler (li.), Thomas Barke (Mi) und Prof. Dr. Jörg F. Debatin (re.) weihen eine SOS-Stele ein

Der Flughafen Hamburg hat 66 hochmoderne Notrufstelen aufgestellt. Dabei handelt es sich um ein kombiniertes Notruf- und Rettungssystem. Das Ziel: Betroffene oder Helfer können im Notfall ad hoc sowohl professionelle Hilfe anfordern, als auch unmittelbar vor Ort Ersthilfe leisten.

Die von der Firma „Multicomsystem“ eigens für den Hamburger Flughafen entwickelten Notrufstelen sind zwei Meter hoch, feuerrot lackiert und befinden sich im Abstand von 50 bis 70 Metern in den Terminals, der Airport Plaza, der Pier und auf den Parkplätzen. Zur Aktivierung muss einer der beiden in unterschiedlicher Höhe angebrachten Taster gedrückt werden. Der Notruf läuft umgehend in der Leitstelle der Flughafenfeuerwehr auf, wo der Mitarbeiter per Gegensprechanlage nach der Art des Notfalls fragt.

Bei Bedarf gibt der Notruf die in der Stele befindliche Schublade mit Verbandskasten und einem automatisierten externen Defibrillator frei, der bei Herzkammerflimmern zum Einsatz kommt. Dieser Defibrillator kann ohne medizinische Vorkenntnisse sicher bedient werden, per automatischer Sprachanweisung wird der Anwender durch die einzelnen Bedienungsschritte geführt. Zur selben Zeit fahren zwei als Rettungsassistent/-sanitäter ausgebildete Mitarbeiter der Werkfeuerwehr mit Blaulicht zum Einsatzort, um die hilfsbedürftige Person professionell zu versorgen. Innerhalb von 2 bis 5 Minuten erreichen sie jeden Winkel des insgesamt 570 Hektar großen Flughafengeländes.

Parallel zur Flughafenfeuerwehr macht sich auch ein Team aus Rettungsassistent/ und Sanitäter des DRK mediservice auf den Weg zum Notfallort. Denn unter Umständen können sie den Einsatzort aufgrund ihrer zentralen Lage in Terminal 2 noch schneller erreichen. Jede SOS-Stele kostet inklusive Ausrüstung, Montage, Verkabelung und Aufschaltung auf den Leitstand 10.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die regelmäßige technische Wartung.

Stand: 24.02.2010 - 5:14 PM Uhr

Quelle: airliners.de mit Hamburg Airport

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