Artikel vom 30.10.2009
Fraport betreibt Flughafen Pulkowo
Gemeinsam mit Konsortiumspartnern
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat den Zuschlag für Ausbau und Betrieb des Flughafens Pulkovo in St.Petersburg erhalten. Einen entsprechender Public-Private-Partnership-Vertrag sei von Fraport- Chef Stefan Schulte unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Die Fraport AG gehört dabei dem Konsortium «Northern Capital Gateway» an, zu dem noch die VTB Bank und der griechische Baukonzern Copelouzos zählen. Fraport ist mit 35,5 Prozent, die VTB mit 57,5 Prozent und Copelouzos mit 7 Prozent an dem Konsortium beteiligt.
Die Stadt St. Petersburg hatte Fraport und seine Partner bereits im Juni zu bevorzugten Bietern ernannt. Damit ließen die Frankfurter andere Bietergemeinschaften hinter sich, an denen unter anderem Unternehmen des Gaskonzerns Gazprom und des Oligarchen Oleg Deripaska, der Baukonzern Hochtief und der Flughafen Wien beteiligt waren.
Gemeinsam mit seinen Konsortialpartnern will Fraport den Flughafen nun modernisieren, ausbauen und ab April 2010 den Flughafenbetrieb managen. Die Konzession läuft den Angaben zufolge über die nächsten 30 Jahre. Insgesamt sollen 1,4 Milliarden Euro investiert werden.
Mit rund sieben Millionen Passagieren war Pulkowo mit seinen zwei Landebahnen im vergangenen Jahr die Nummer vier in Russland nach den drei Moskauer Flughäfen. Wegen der touristischen Attraktivität und wirtschaftlichen Bedeutung der Fünf-Millionen-Einwohner-Stadt St. Petersburg gehen die Beteiligten von einem starken Passagierwachstum in den kommenden Jahren aus. In den ersten fünf Monaten 2009 waren die Passagierzahlen aber zurückgegangen.
Fraport ist bereits vielfach außerhalb Frankfurts und Deutschlands engagiert. Das Unternehmen hält die Mehrheit an den Flughäfen im türkischen Antalya, in Perus Hauptstadt Lima sowie an den bulgarischen Flughäfen Varna und Burgas. Außerdem ist Fraport an den Airports in Delhi, Kairo und Dakar, den arabischen Städten Riad und Dschidda sowie im chinesischen Xi'an aktiv. Eine Minderheitsbeteiligung hält die Gesellschaft auch am Flughafen Hannover-Langenhagen. Die Beteiligung am Flughafen Hahn im Hunsrück hatte Fraport Anfang des Jahres abgestoßen.
Stand: 30.10.2009 - 3:00 PM Uhr
Quelle: dpa, dpa-afx
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