Flughafen-Verkauf: Griechenland will mit Fraport neu verhandeln

01.04.2015 - 17:05 0 Kommentare

Griechenland will die 14 Regionalflughäfen jetzt doch an den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport verkaufen - allerdings sollen die Verträge neu ausgehandelt werden.

Blick auf den Flughafen im griechischen Rhodos - © © AirTeamImages.com - Alex Filippopoulos

Blick auf den Flughafen im griechischen Rhodos © AirTeamImages.com /Alex Filippopoulos

Die griechische Regierung sträubt sich nicht länger gegen weitere Privatisierungen - und somit auch nicht gegen den Verkauf von 14 griechischen Regionalflughäfen an den Frankfurter Airport-Betreiber Fraport. Allerdings sollen diese kurz vor dem Abschluss stehenden Verkäufe von Staatseigentum neu ausgehandelt werden. Es werde eine Diskussion mit dem Konsortium über die Beteiligung des Staates sowie der Vergabedauer geben, sagte Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis jetzt im griechischen Fernsehen.

Fraport hatte im November 2014 zusammen mit einem griechischen Partner die Betreiberkonzessionen für die Regionalflughäfen erhalten - darunter sind unter anderem die Airports in Thessaloniki, Korfu, Mykonos, Rhodos und Santorin. Der Gesamtkaufpreis beläuft sich nach damaligen Angaben auf 1,234 Milliarden Euro. Der endgültige Vertrag sollte ursprünglich im Laufe dieses Jahres unterzeichnet werden.

Die neue gewählte Regierung Griechenlandes hatte das Projekt jedoch gestoppt. Es müsse zuvor sichergestellt werden, dass das Vorhaben "am besten dem allgemeinen Interesse dient", sagte Staatsminister Alekos Flambouraris damals zur Begründung.

Nach Angaben von Fraport zählten die 14 Regionalflughäfen 2013 zusammen 19,1 Millionen Passagiere. In Griechenland boomt der Tourismus, in den kommenden Jahren werden neue Rekorde mit jährlich mehr als 22 Millionen Touristen erwartet.

Von: airliners.de, dpa
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