Verhandlungen über Nachtflugverbot am BER verzögern sich weiter

20.03.2014 - 16:24 0 Kommentare

Über ein erweitertes Nachtflugverbot am Hauptstadtflughafen BER sind sich die Eigentümer weiter uneins. Ein Gespräch ist jetzt verschoben worden, soll aber noch vor der nächsten Aufsichtsratssitzung nachgeholt werden

Ein Flugzeug landet vor dem hell erleuchteten Flughafen Berlin Brandenburg (BER) - © © dpa - Patrick Pleul

Ein Flugzeug landet vor dem hell erleuchteten Flughafen Berlin Brandenburg (BER) © dpa /Patrick Pleul

Die Verhandlungen über eine Ausweitung des Nachtflugverbots am neuen Hauptstadtflughafen BER sind erneut verschoben worden. Die für den kommenden Dienstag angesetzte Gemeinsame Planungskonferenz mit Berlin werde auf den April verschoben, teilte die Potsdamer Staatskanzlei heute mit.

Über das umstrittene Nachtflugverbot soll nun in zeitlicher Nähe zur Aufsichtsratssitzung der Flughafengesellschaft am 11. April verhandelt werden. In der Planungskonferenz sind die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg sowie die zuständigen Minister vertreten.

Nach einem erfolgreichen Volksbegehren fordert Brandenburg eine Ausweitung des Nachtflugverbots von 22.00 bis 6.00 Uhr. Die Miteigner Berlin und der Bund lehnen dies ab und wollen das derzeitig gültige Flugverbot zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr beibehalten. Brandenburg hat dazu auch eine Gesellschafterversammlung mit den Miteigentümern beantragt.

Während die Potsdamer Landesregierung auf Gespräche setzt, hatten die Brandenburger Grünen in der Nachtflugdebatte Druck gemacht - mussten allerdings eine Schlappe einstecken. Ihrer Ansicht nach könnte die Landesregierung per Beschluss zum Planungsrecht ein Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr allein durchsetzen, wenn die Verhandlungen mit Berlin erfolglos bleiben. Ein entsprechender Antrag scheiterte Ende Februar im Potsdamer Landtag jedoch deutlich.

Von: dpa, airliners.de
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