Verhandlungen über Etihad-Einstieg bei Alitalia stocken

23.04.2014 - 11:47 0 Kommentare

Wann und wie steigt Etihad bei Alitalia ein? Darüber wird bereits seit längerem verhandelt, doch nun sind die Gespräche offenbar ins Stocken geraten. Etihad soll eine Reihe neuer Bedingungen gestellt haben.

Alitalia-Maschinen stehen auf dem Vorfeld in Mailand.

Alitalia-Maschinen stehen auf dem Vorfeld in Mailand.
© dpa

Bug eines Airbus A330-200 der Etihad Airways

Bug eines Airbus A330-200 der Etihad Airways
© AirTeamImages.com

Die seit Monaten laufenden Verhandlungen über einen Einstieg der arabischen Fluglinie Etihad bei der kriselnden italienischen Airline Alitalia stocken. Eine als entscheidend beschriebene Verwaltungsratssitzung der in den roten Zahlen steckenden Alitalia brachte am Dienstagabend offensichtlich keine Ergebnisse. Nach dem kurzen Treffen teilte Alitalia lediglich mit, der «Stand der Beziehungen mit Etihad» sei erläutert worden.

Zuvor hatte es in Medienberichten geheißen, Etihad habe eine Reihe neuer Bedingungen gestellt, um nach deren Erfüllung mehrere hundert Millionen Euro in Alitalia zu investieren. Dazu sollen vor allem Neuverhandlungen von Alitalia-Schulden in Höhe von 400 Millionen Euro und ein größerer Stellenabbau als bisher gedacht gehören.

Die angeschlagene Fluglinie hatte erst Mitte Februar einen groß angelegten Jobabbau angekündigt. Dieser entspreche dem Wegfall von 1900 Vollzeitarbeitsplätzen, wie es hieß. Zuletzt hatte es bei Alitalia rechnerisch etwa 14.000 Vollzeitjobs gegeben.

© AirTeamImages.com Lesen Sie auch: Etihad will Air Berlin bei Alitalia-Einstieg ins Boot holen

Mit einem Einstieg könnte die arabische Gesellschaft, die auch Großaktionär der deutschen Fluglinie Air Berlin ist, zum größten Anteilseigner bei Alitalia werden. Jetzt sei aber das «Gespenst des Scheiterns» der Verhandlungen zurückgekehrt, schrieb am Mittwoch die Zeitung «La Repubblica». Etihad wolle neue Initiativen und Strategien, das Unternehmen sehe sich nicht als «Rettungsring» für Alitalia, meinte der «Corriere della Sera».

Von: dpa, airliners.de
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