Verhandlungen über Gehälter für Berliner Bodenpersonal gescheitert

17.02.2017 - 16:15 0 Kommentare

Gespräche gescheitert: Die fünfte Verhandlungsrunde bezüglich der Gehälter für die Bodenverkerhsdienste an den Berliner Flughäfen blieb ohne Einigung. Jetzt drohen neue Streiks.

Verdi-Fahne vor einem Abflug-Schild - © © dpa - Federico Gambarini

Verdi-Fahne vor einem Abflug-Schild © dpa /Federico Gambarini

Die Gewerkschaft Verdi hat die Tarifverhandlungen für die rund 2000 Beschäftigten des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen jetzt für gescheitert erklärt. Zuvor war die fünfte Verhandlungsrunde ergebnislos verlaufen, wie Verdi mitteilte.

Die Gewerkschaft will jetzt die Urabstimmung über einen Streik einleiten. Die Arbeitgeber bedauerten diesen Schritt. Ein neuer Termin wurde nicht vereinbart, beide Seiten erklärten aber, weiter verhandlungsbereit zu sein.

Die Arbeitgeber seien nicht bereit gewesen, ihr bisheriges Angebot zu verbessern, teilte Verdi mit. Das bestätigte ein Sprecher des Forums der Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg, in dem sich die an den beiden Flughäfen tätigen Firmen zusammengeschlossen haben.

Unterschiedliche Forderungen

Die Arbeitgeber haben zuletzt die schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen angeboten - allerdings bei einer Laufzeit von vier Jahren. Für die Entgeltgruppe mit den meisten Beschäftigten, die derzeit 11,20 Euro pro Stunde bekämen, habe man eine Erhöhung von viermal 30 Cent in vier Jahren angeboten, sagte der Sprecher.

Verdi fordert bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten ein Euro mehr pro Stunde. Die Beschäftigten beim Check-In, beim Be- und Entladen der Flugzeuge und anderen Arbeiten auf dem Vorfeld erhielten derzeit etwa 11 Euro pro Stunde.

© dpa, Jörg Carstensen Lesen Sie auch: Bodenverkehrsdienste streiken erneut an Berliner Flughäfen

In dem Tarifkonflikt geht es um bessere Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten für die rund 2000 Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste an den Berliner Flughäfen. Dazu zählen die Passagier-, Gepäck- und Frachtabfertigung sowie Vorfeld- und Transportdienste. Auch Reinigungskräfte, Caterer und Betanker gehören dazu. Ein Warnstreik in dieser Woche hatte zu 220 Flugausfällen in Tegel und Schönefeld geführt.

Auch an anderen Airports sind die jeweiligen Tarifkonflikte bezüglich der Bodenverkehrsdienste noch ungelöst. Die Forderungen der Gewerkschaft sind für jeden Standort unterschiedlich.

Von: ch, dpa
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