"Einschnitte verhindern"

Verdi kämpft gegen Lufthansa-Sparprogramm

24.10.2012 - 17:09 0 Kommentare

Die Lufthansa stößt mit ihrem harten Sparkurs auf noch mehr Gegenwind. Nach der Kabinengewerkschaft Ufo sowie der Pilotengewerkschaft Cockpit sperrt sich nun auch Verdi gegen den Sparkurs bei der deutschen Airline.

Lufthansa-Logo auf dem Leitwerk eines Airbus A380 - © © airliners.de - Oliver Pritzkow

Lufthansa-Logo auf dem Leitwerk eines Airbus A380 © airliners.de /Oliver Pritzkow

In der kommenden Tarifrunde werde man auf einer Steigerung der Entgelte bestehen und sich gegen Tarifflucht zu Wehr setzen, erklärte eine Gewerkschaftssprecherin am Mittwoch in Berlin nach einer Sitzung der zuständigen Tarifkommission. Abstriche bei der betrieblichen Altersvorsorge werde man nicht hinnehmen.

Verdi vertritt rund 33 000 Lufthanseaten vor allem in den Bereichen Boden und Technik. Der aktuelle Tarifvertrag läuft Ende Januar aus. Auch mit Piloten und Flugbegleitern steckt die Lufthansa in Verhandlungen. Lufthansa strukturiert gerade im Zuge des Sparprogramms "Score" das bestehende Geschäft zum Teil erheblich um.

Die Piloten sehen bei der geplanten Verlagerung von 30 Lufthansa-Maschinen samt Besatzungen noch erheblichen Verhandlungsbedarf. Lufthansa hatte angekündigt, ab 2013 einen Großteil ihres bislang verlustreichen Europaverkehrs auf Germanwings zu verlagern.

Um das gleiche Thema geht es in Teilen auch bei der aktuellen Schlichtung um den Tarifvertrag für die Flugbegleiter. Dei Gewerkschaft Ufo hatte vor wenigen Wochen den ersten Flugbegleiter-Streik in der Lufthansa-Geschichte gestartet.

Von: dpa, airliners.de
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