Bodenpersonal an Berliner Flughäfen nimmt Tarifkompromiss an

07.04.2017 - 09:20 0 Kommentare

Der Tarifkonflikt beim Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen ist vorbei. Die Gewerkschaftsmitglieder haben dem Kompromiss zugestimmt. Allerdings herrscht laut Verdi immer noch eine "große Unzufriedenheit".

Die Verdi-Mitglieder haben abgestimmt: Das Bodenpersonal nimmt den Kompromiss an. Foto: © dpa, Gregor Fischer

Die Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben den Tarifkompromiss für das Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen angenommen. Wie die Gewerkschaft nun mitteilte, votierten bei der Urabstimmung mehr als 43 Prozent für den Ende März ausgehandelten Kompromiss. Laut Satzung muss ein Viertel der Gewerkschaftsmitglieder zustimmen.

Von den Mitgliedern stimmten zwar knapp 57 Prozent dafür, das Ergebnis abzulehnen und die Gesamtforderungen mit weiteren Streiks durchzusetzen. Dafür wären aber 75 Prozent notwendig gewesen. Neue Arbeitskampfmaßnahmen des Bodenpersonals an den Berliner Airports sind damit vorerst abgewendet.

© dpa - Bildfunk, Gregor Fischer Lesen Sie auch: Tarifkonflikt beim Bodenpersonal an Berliner Flughäfen beigelegt

Der Tarifkompromiss sieht Gehaltserhöhungen um mehr als 14 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren vor. Verdi-Verhandlungsführer Enrico Rümker erklärte, das Ergebnis zeige, "dass dieser Kompromiss die Erwartungen nur unzureichend erfüllt".

Kritisiert wurden seinen Angaben zufolge die lange Laufzeit des Vertrags und unzureichende Aufstiegschancen. Noch immer herrsche eine "große Unzufriedenheit" bei den Beschäftigten. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis März 2020.

Das Bodenpersonal hatte in dem Tarifstreit bereits mehrfach die Arbeit niedergelegt. Nach Warnstreiks im Februar gab es mehrere Streiktage Mitte März. Fast 2000 Flüge fielen an den beiden Berliner Flughäfen aus.

Von: ch, AFP
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