Eurowings-Kabinenpersonal streikt in Hamburg und Düsseldorf

22.11.2016 - 09:08 0 Kommentare

Verdi hat die Kabinenbeschäftigten der Eurowings für Dienstag zum Streik aufgerufen. Betroffen sind die Flughäfen in Hamburg und Düsseldorf - und das den ganzen Tag.

Fluggäste stehen in Hamburg auf dem Helmut-Schmidt-Flughafen am Check-In der Eurowings. - © © dpa - Axel Heimken

Fluggäste stehen in Hamburg auf dem Helmut-Schmidt-Flughafen am Check-In der Eurowings. © dpa /Axel Heimken

Streikende Flugbegleiter haben am Dienstag etwa jeden siebten Flug der Eurowings-Gruppe am Boden gehalten. 62 von 442 geplanten Verbindungen wurden gestrichen, wie ein Sprecher der Lufthansa-Tochter in Köln mitteilte. Davon waren rund 4100 Passagiere betroffen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte das Kabinenpersonal an den Standorten Düsseldorf und Hamburg zu einem Streik zwischen 5.00 Uhr und 20.00 Uhr aufgerufen.

Hintergrund sind die abermals gescheiterten Tarifverhandlungen mit der Eurowings-Geschäftsführung über die Arbeitsbedingungen der rund 480 Beschäftigten der deutschen Eurowings-Teilgesellschaft. Nicht bestreikt wurden Maschinen der Schwestergesellschaften Germanwings und Eurowings Europe sowie die Langstrecke, die von Sunexpress Deutschland bereedert wird.

Verdi verlangt für die Flugbegleiter je sieben Prozent mehr Gehalt und Zulagen sowie eine bessere Anrechnung der Dienstzeiten am Boden und eine Beteiligung an den Bordverkäufen.

Bereits im Oktober war es bei der Lufthansa-Tochter zu Streiks gekommen, die allerdings von der Gewerkschaft Ufo ausgerufen worden waren. Ufo und Verdi konkurrieren um die Vertretung der Kabinenbeschäftigten. Der Eurowings-Vorstand will mit beiden Gewerkschaften gemeinsam verhandeln. Das lehnt Verdi ab. "Als mitgliederstärkste Gewerkschaft bei Eurowings bestehen wir auf einem eigenständigen Tarifabschluss", sagte Vorstandsmitglied Christine Behle.

© Eurowings, Lesen Sie auch: Verdi und Ufo konkurrieren um Eurowings-Flugbegleiter

Am Mittwoch könnte es für Flugreisende noch schlimmer kommen. Dann wollen die Piloten des Eurowings-Mutterkonzerns Lufthansa streiken, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ankündigte.

Von: dpa, gk
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Boarding einer Eurowings-Maschine am Flughafen Stuttgart. Eurowings expandiert in Stuttgart

    Eurowings stationiert mehr Flugzeuge in Stuttgart. Der Flughafen erwartet, dass damit der Wegfall von Air Berlin kompensiert werden kann. Die Lufthansa Group wird vor Ort der mit Abstand größte Anbieter.

    Vom 18.10.2017
  • A320 der Eurowings Europe. Eurowings verärgert Stammpersonal in Österreich

    Seit Wochen bereitet sich Eurowings auf die Integration der Air-Berlin-Mitarbeiter vor - mit mehreren Gewerkschaften wurden schon Tarifeinigungen erzielt, die auch das Personal der insolventen Konkurrentin einschließen. Doch nun scheren die eigenen Crews aus. 

    Vom 13.10.2017
  • Verwaltungsgebäude der Air Berlin am Flughafen Tegel. Ringen um Zukunft der Air-Berlin-Mitarbeiter

    Die Verhandlungen über einen Sozialplan für die Mitarbeiter der Air Berlin beginnen. Der Betriebsrat spricht von tausenden Kündigungen, die bevorstehen. Auf Job-Messen wollen interessierte Arbeitgeber um das Personal des Carriers werben.

    Vom 09.10.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus