Verdi verlangt Ergebnis bei Lufthansa-Tarifverhandlung

26.11.2015 - 15:28 0 Kommentare

Im Tarifstreit zwischen den Bodenbeschäftigten und der Lufthansa stehen die nächsten Gespräche an. Verdi-Verhandlungsführerin Behle fordert vom Konzern ein "verhandlungsfähiges Angebot".

Christine Behle ist Mitglied im Verdi-Bundesvorstand und Leiterin des Fachbereichs 11 Verkehr. - © © Verdi - Kay Herschelmann

Christine Behle ist Mitglied im Verdi-Bundesvorstand und Leiterin des Fachbereichs 11 Verkehr. © Verdi /Kay Herschelmann

Gerade ist ein erneuter Streik der Flugbegleiter abgewendet, da stehen bei der Lufthansa bereits die nächsten Tarifgespräche an. Für rund 33.000 Beschäftigte vor allem der Bodendienste verlangte Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle vom Konzern ein "verhandlungsfähiges Angebot" für die am Freitag und Samstag in Seeheim bei Frankfurt angesetzte Runde.

Lufthansa habe mit Einmalzahlungen und prozentualen Steigerungen erst ab Januar 2016 bislang "viel zu wenig" angeboten, erklärte Behle. Angesichts der guten Ergebnisse erwarte man angemessene Erhöhungen: "Wir haben lange genug verhandelt, die Positionen sind ausgetauscht, jetzt muss es endlich zu einem Ergebnis kommen."

In der auch mit den anderen Berufsgruppen strittigen Frage der Betriebsrenten-Reform hat Verdi einen eigenen Vorschlag gemacht. Eine Verlagerung des Zinsrisikos auf die Beschäftigten lehne man nach wie vor ab. Lufthansa solle einen Zinsertrag von 3,5 Prozent garantieren und mit 6,2 Prozent vom Bruttogehalt höhere Arbeitgeberbeiträge zahlen. Bislang hat Lufthansa ihren Mitarbeitern Renten garantiert, für die eine Verzinsung oberhalb von sechs Prozent zugrunde gelegt war.

© Fraport AG, Lesen Sie auch: Noch mehr Streit um Betriebsrenten der Lufthansa

Verdi sei weiterhin bereit, an dem für den 2. Dezember geplanten "Jobgipfel" des Unternehmens mit den beiden anderen Gewerkschaften Ufo und Cockpit teilzunehmen, erklärte eine Sprecherin. Behle hatte in diesem Zusammenhang "einsame Unternehmensentscheidungen" beklagt, bei denen die Beschäftigten nicht mitgenommen worden seien. Über die Probleme der Lufthansa und ihre Auswirkungen auf die Beschäftigten müsse gesprochen werden, um gemeinsame Lösungen zu finden.

Von: gk, dpa

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