Verbraucherschützer fordern erneuten Fluggipfel im Sommer

08.05.2019 - 13:25 0 Kommentare

Der Bundesverband der Verbraucherschützer warnt vor einem erneuten Verspätungssommer und fordert neben der schnellen Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen auch einen dritten Luftverkehrsgipfel.

Eine Frau steht auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld vor einer Anzeigetafel, auf der verspätete Flüge angezeigt werden. - © © dpa - Hannibal Hanschke

Eine Frau steht auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld vor einer Anzeigetafel, auf der verspätete Flüge angezeigt werden. © dpa /Hannibal Hanschke

Verbraucherschützer haben die schleppende Umsetzung der Maßnahmen zur Vermeidung von Flugverspätungen kritisiert und einen dritten Luftfahrtgipfel gefordert. "Der Umsetzungsstand muss auf einem dritten Fluggipfel, am besten mitten im Sommer, nochmals geprüft werden - und diesmal mit Beteiligung der Verbraucherverbände", sagte die Mobilitätsexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Marion Jungbluth, gegenüber dem Handelsblatt. Die Situation in der Luft und auf den Flughäfen sei weiterhin angespannt.

Reisenden drohe wieder ein Flug-Chaos in den Sommermonaten, so Jungbluth weiter. Daher fordert die Expertin, dass Fluggesellschaften bei Ausfällen und Verspätungen die Verbraucher "zuverlässig" informieren sollten. So müssten etwa die Verfahren zur Entschädigung "online, schnell und einfach" sein, betonte die Verbraucherschützerin. Bisher fehle aber etwa ein einheitlicher Button "Fluggastrechte" auf den Websites und in den Apps.

Verbraucherschutzgipfel ohne Durchschlagskraft

Anfang Dezember fand auf Einladung des Verbraucherschutzministeriums der "Verbraucherschutzgipfel" in Berlin statt. Vertreter von Fluggesellschaften, Flughäfen und Verbraucherschützern diskutierten unter anderem die Frage, wie von Flugausfällen und Verspätungen betroffene Reisende ihre Ansprüche auf Ausgleichszahlungen geltend machen könnten.

Airlines und Flughäfen hätten in dem Gespräch "konkrete Umsetzungsschritte" zur Verbesserung der Passagierrechte vorgestellt, hieß es aus dem Ministerium. Aus Teilnehmerkreisen war allerdings zu hören, dass die Ankündigungen nicht über das hinausgingen, was bereits in Rahmen der 24 Maßnahmen im Oktober auf dem ersten Luftverkehrsgipfel in Hamburg beschlossen worden war.

© airliners.de, Lesen Sie auch: Das wurde auf dem ersten Luftfahrtgipfel beschlossen Überblick

Auf dem ersten Luftfahrtgipfel hatten Vertreter von Bund, Ländern, Airlines, Flughäfen, Flugsicherung und Behörden einen Katalog mit 24 Maßnahmen gegen Verspätungen und Flugausfälle beschlossen. Allerdings ohne Beteiligung der Verbraucherschützer und Gewerkschaften.

Von: AFP, br
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