Verband der Regionalflughäfen setzt auf finanzielle Entlastung

12.07.2019 - 14:50 0 Kommentare

In der Ankündigung des Verkehrsministeriums, eine Neuorganisation der Flugsicherung an kleinen Flughäfen zu prüfen, sehen diese "ein klares Signal" für mehr Unterstützung. Und weisen auf ihren Nutzen für effiziente Verkehrsströme hin.

Ralf Schmid, Vorsitzender der IDRF e.V. - © © IDRF e.V. -

Ralf Schmid, Vorsitzender der IDRF e.V. © IDRF e.V.

Der Vorsitzende der "Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze" (IDRF), Ralf Schmid, sieht in den jüngsten Äußerungen von Bundesverkehrsminister Scheuer "ein klares Signal an die Regionalflughäfen, um sie finanziell zu entlasten."

Scheuer hatte gesagt, dass man auch weiterhin gut aufgestellte Regionalflughäfen brauche und deshalb prüfe, ob die Deutsche Flugsicherung auch den Flugverkehr an Regionalflughäfen koordinieren könne. Davon verspricht sich das Verkehrsministerium eine "kurzfristige Verbesserung der finanziellen Situation der Regionalflughäfen."

Der IDRF wirbt für ein Umdenken zum Nutzen und zur Existenzberechtigung der Regionalflughäfen. In Anbetracht der langen Schlangen vor den Sicherheitskontrollen und Gepäckbändern, den Staus auf den Straßen zum Airport und den nicht ganz billigen Parkhäusern verwundere es, dass die Fluggesellschaften in der aktuellen Sommerflugplanperiode 130 Verbindungen weniger anbieten würden als im Jahr zuvor. Das entspreche dem Volumen eines kompletten Flughafens wie Hannover. So drängele sich der Hauptstrom der Urlauber wieder einmal an wenigen Punkten, argumentiert der IDRF in einer gemeinsamen Mitteilung mit der "German Business Aviation Association" (GBAA).

Starke Regionalflughäfen könnten Chaos-Sommer verhindern

"Würde man die Urlauber", so IDRF-Geschäftsführer Mayer, "stärker auf die oft unterschätzten Regionalflughäfen verteilen, könnte man viel Verkehr entzerren." Zudem würde manche Anfahrt zum naheliegenden Airport kürzer und bequemer und die Parkgebühr günstiger. Schon lange fordern die Verbände eine Neuregelung des dezentralen Flugverkehrs und eine Stärkung der Regional Airports. "Dies sollte", so Schmid, "durchaus im Schulterschluss mit den größeren Flughäfen geschehen." Eine Stärkung der kleineren Airports ersetze keineswegs den bedarfsgerechten Ausbau großer.

Eine zusätzliche Chance für einen entspannten Weg in die Ferien sieht der IDRF auch, wenn die Maßnahmen der Flugsicherung greifen und nationale Befindlichkeiten im Europäischen Luftraum abgebaut würden. Hinzu komme die Entwicklung neuer Antriebe, sauberer Kraftstoffe und neuer Flugzeuge in kleiner Dimension, die in Summe ein Umdenken im Luftverkehr hin zur Stärkung der Regionalflughäfen ermöglichten. Denn "sie leisten auch einen Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse und zur Stärkung des ländlichen Raums," schließt sich der IDFR dem Tenor aus dem Verkehrsministerium an.

Von: dk
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