Verband für unbemannte Luftfahrt nimmt Arbeit auf

28.09.2017 - 09:30 0 Kommentare

Ein neuer Verband soll sich für die Interessen der kommerziellen unbemannten Luftfahrt einsetzen. Er wurde jetzt in Berlin gegründet und soll sich mit Zulassungsrichtlinien für Drohnen und ihre Einbindung in den Luftverkehr kümmern.

Eine Paket-Drohne der Deutschen Post.  - © © dpa - Oliver Berg

Eine Paket-Drohne der Deutschen Post. © dpa /Oliver Berg

Um kommerziell genutzte, unbemannte Luftfahrtsysteme zu fördern haben sich der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und der Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) zusammengeschlossen. Entstanden ist der "Verband Unbemannte Luftfahrt", um einheitliche Regelungen voranzutreiben, die etwa den kommerziellen Drohnenbetrieb betreffen.

Der Verband will dabei nicht nur auf nationaler Ebene Einfluss ausüben. Auch auf europäischer oder gar internationaler Ebene soll an Standards gearbeitet werden. Themenbereiche sind beispielsweise die Zulassung von Fluggeräten sowie die Einbindung in bestehende Luftverkehrssysteme insbesondere im Hinblick auf die Koexistenz mit der herkömmlichen Luftfahrt.

© dpa, Fotomontage: airliners.de Lesen Sie auch: Nicht über Nachbars Garten! Die Luftrechts-Kolumne (51)

Die Schaffung entsprechender Regeln ist laut dem Verband sehr wichtig. Nur so soll es möglich sein, das Potenzial von Drohnen und ähnlichen Systemen auszunutzen. Konkrete Ziele auf der Agenda ist eine Registrierungspflicht, die eine eindeutige Zuweisung einer Drohne zum Besitzer erlaubt. Dazu gehört auch ein theoretisches Training vor der Inbetriebnahme. Der Verband will zudem eine Zertifizierungspflicht einführen. Das gilt auch für Freizeitdrohnen.

Der Verband stört sich an fehlenden Mindeststandards zur Sicherheit und der fehlenden Abnahme der Fluggeräte, die diese Standards überprüfen. Transponder sollen zudem teilweise Pflicht werden, wie etwa in Flughafennähe. In weniger kritischen Flugbereichen soll beispielsweise eine Mobilfunkausrüstung ausreichen. Der Verband verweist auf den Einsatz von (e)SIMs. Alternativ soll eine Erkennbarkeit über "elektronische Chips" möglich sein.

© dpa, Julian Stratenschulte Lesen Sie auch: Kabinett beschließt neue Drohnenverordnung

Drohnenpiloten sollen zudem auch geschützt werden. Es bedarf laut dem Verband klarer Regeln, die die Abwehr einer Drohne klären, damit eine Drohne nicht einfach vom Himmel geholt werden darf.

Der Verband selbst sitzt in der Mitte Berlins im Haus der Luftfahrt und arbeitet ab sofort an den genannten Projekten.

Von: as
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