Modernisierung

VEBEG verkauft A310 der Flugbereitschaft

31.01.2011 - 12:08 0 Kommentare

Die dem Finanzministerium unterstellte Verwertungsgesellschaft für Bundeseigentum (VEBEG) hat den Verkauf des ersten Airbus A310 der Flugbereitschaft angekündigt. Die Schwestermaschine soll dann aller Voraussicht nach im Sommer verkauft werden.

Airbus A310-300 der Flugbereitschaft der Bundeswehr - © © AirTeamImages.com - Europix

Airbus A310-300 der Flugbereitschaft der Bundeswehr © AirTeamImages.com /Europix

Die Verwertungsgesellschaft für Bundeseigentum (VEBEG) hat auf ihrer Website den Verkauf des ersten von zwei Airbus A310-300 der Flugbereitschaft für April/Mai angekündigt. Beide Flugzeuge verfügen über eine VIP-Ausstattung und werden in Kürze durch zwei ehemalige Airbus A340 der Lufthansa ersetzt.

Die Flugzeuge wurden einst von der DDR-Fluggesellschaft Interflug betrieben. Nach der politischen Wende wurden sie von der Flugbereitschaft der Bundeswehr übernommen und ersetzten dort die in die Jahre gekommenen Boeing 707. Der Airbus A310 in der Salonvariante verfügt über einen Konferenzraum, Funkraum, einen separaten Schlafraum mit Dusche und WC sowie einen Passagierbereich für mitreisende Delegationen. Beide Maschinen verfügen zudem über einen Zusatztank zur Reichweitensteigerung.

Künftig nutzt die Bundesregierung für Langstreckenflüge mit großen Delegationen vierstrahlige Airbus A340-300. Die Langstreckenjets können nonstop bis zu 13.000 Kilometer weit fliegen. Bei Bedarf lassen sie sich auch als Lazarettflugzeug einsetzen. Lufthansa Technik bereitet die Maschinen derzeit auf ihren Einsatz vor. So soll das Schutzsystem mit einem Laser die Suchköpfe anfliegender Raketen irritieren und im Idealfall die Detektoren zerstören. 

Der erste A340 wurde am Jahresende 2010 dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) übergeben. Im April soll das Flugzeug seinen Dienst antreten. Der zweite A340 soll dann im Sommer an das BWB übergeben werden.

Für Reisen mit kleineren Delegationen stehen zwei Airbus A319CJ (Corporate Jet) zur Verfügung. Sie sind mit vier Zusatztanks ausgestattet, so dass Nonstopflüge zum Beispiel von Berlin nach Peking oder Washington möglich sind. Für den Transport von Verwundeten oder Kranken lässt sich der Delegationsbereich in eine fliegende Intensivstation mit zusätzlicher Sauerstoff- und separater Stromversorgung umrüsten (MedEvac). Als Ersatz für die Challenger-Jets stoßen 2011 drei Global Jet 5000 zur Flotte. Sie können bis zu zwölf Passagiere innerhalb Europas befördern.

Die neue Mittel- und Langstreckenflotte wird durch Lufthansa Technik gewartet werden. Das Leistungsspektrum umfasst das Wartungsmanagement, die Instandhaltung der Flugzeuge, Triebwerke und Geräte, die Ersatzteilversorgung, sowie die Bereitstellung und Revision der fliegerischen und technischen Dokumentation.

Von: airliners.de
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