US-Investoren ziehen Pläne für Tempelhof zurück

26.06.2007 - 10:00 0 Kommentare

Berlin (ddp-bln). Nur wenige Tage nach der Deutschen Bahn ziehen nun auch die amerikanischen Investoren Fred Langhammer und Ronald S. Lauder ihr Projekt für den Flughafen Tempelhof zurück. Sie werfen dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und dem rot-roten Senat vor, sich nie ernsthaft mit ihren Vorschlägen auseinandergesetzt zu haben, berichtet die «Berliner Morgenpost» (Dienstagausgabe). Damit sei der City-Airport nicht mehr zu retten.

Der Kosmetikhersteller, Präsident des jüdischen Weltkongresses, Milliardär und Kunstsammler Lauder sowie sein Partner und Ex-Estée-Lauder-Chef Langhammer wollten im Flughafen Tempelhof ein internationales Gesundheits- und Diagnostikzentrum, einschließlich eines Hotel- und Kongresszentrums mit angeschlossenem Flugbetrieb einrichten. Investitionsvolumen 350 Millionen Euro und 1000 neue Arbeitsplätze.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Haupteigentümer des Flughafengebäudes hatte das Investitionsvorhaben als «innovativ», «tragfähig» und «alternativlos» bezeichnet. Doch Berlin hält an der Schließung des innerstädtischen Flughafens zum 31. Oktober 2008 fest und erteilte den Investoren eine Absage. In der Begründung hieß es, ein Offenhalten Tempelhofs gefährde den Bau des Hauptstadtflughafens BBI in Schönefeld. Dessen Baugenehmigung setzt die Schließung der innerstädtischen Flughäfen Tegel und Tempelhof voraus.

Von: ddp
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