US-Fluglinien ziehen Quartalsbilanz

27.01.2011 - 15:22 0 Kommentare

Drei amerikanische Fluglinien haben ihre Kennzahlen für das vierte Quartal 2010 vorgelegt. So rutschte United Continental wegen des Konzernumbaus in die roten Zahlen, während US Airways die Gewinnzone erreichte. JetBlue Airways ist im traditionell schwachen Quartal in den schwarzen Zahlen geblieben.

Maschinen der Continental Airlines warten auf den Start in Newark. - © © AirTeamImages.com -

Maschinen der Continental Airlines warten auf den Start in Newark. © AirTeamImages.com

Zwei Fluglinien auf entgegengesetztem Kurs: Während die weltgrößte Fluggesellschaft United Continental wegen des teuren Konzernumbaus in die roten Zahlen flog, erreichte Konkurrent US Airways zum ersten Mal seit 2006 in einem vierten Quartal die Gewinnzone. Dennoch sehen sich beide Gesellschaften auf gutem Weg. Die Anleger zeigten sich von den Zahlen positiv überrascht. Die Aktien beider Unternehmen legten nach Vorlage der Zahlen deutlich zu.

Die zuvor eigenständigen Fluglinien United und Continental hatten sich erst im vergangenen Jahr unter dem Dach des jetzigen Mutterkonzerns UAL zusammengeschlossen. Weil die Kosten des Zusammenschlusses noch immer auf dem Unternehmen lasten, wuchs der Verlust im vierten Quartal unter dem Strich von 266 Millionen auf 325 Millionen US-Dollar. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr dank anziehender Nachfrage allerdings um 15 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar zu.

Auch im Gesamtjahr zeigte die Entwicklung nach oben: Der Umsatz wuchs um fast 19 Prozent auf 34 Milliarden Dollar, unter dem Strich stand ein Gewinn von 854 Millionen Dollar nach einem Verlust von 718 Millionen Dollar im Krisenjahr 2009. "Wir machen deutliche Fortschritte bei der Integration von United und Continental", sagte UAL-Chef Jeff Smisek. Ziel sei weiter, das Unternehmen nachhaltig rentabel zu machen, ergänzte Finanzchef Zane Rowe.

US Airways erreicht Gewinnzone

US Airways verdiente im vierten Quartal dank eines harten Sparkurses und gestrichener Strecken 28 Millionen Dollar, nachdem die Gesellschaft in der typischerweise schwachen Saison ein Jahr zuvor noch einen Verlust 79 Millionen Dollar ausgewiesen hatte. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr legten die Erlöse um 14 Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar zu. Unter dem Strich stand 502 Millionen Dollar Gewinn. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 205 Millionen Dollar Verlust geschrieben.

JetBlue Airways bleibt im Plus

Die amerikanische Lufthansa-Beteiligung JetBlue Airways ist im gewöhnlich schwachen vierten Quartal in den schwarzen Zahlen geblieben. Der Überschuss ging jedoch überraschend um knapp ein Fünftel auf neun Millionen US-Dollar zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag in New York mitteilte. Analysten hatten mit einer Steigerung gerechnet. Der Umsatz kletterte hingegen um 13 Prozent auf 940 Millionen Dollar.

"2010 war eindeutig ein hervorragendes Jahr für JetBlue", sagte Unternehmenschef Dave Barger. Unter dem Strich verdiente die Gesellschaft im Gesamtjahr 97 Millionen Dollar, 59 Prozent mehr als im Vorjahr.

Für 2011 stellt sich das Unternehmen auf eine weiter wachsende Nachfrage ein: Das Flugangebot soll um sieben bis neun Prozent ausgeweitet werden. Lufthansa ist mit 15,6 Prozent an JetBlue beteiligt.

Von: dpa-AFX
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