Untreue-Verfahren gegen Ex-BER-Technikchef eingestellt

28.11.2018 - 12:52 0 Kommentare

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat das Verfahren gegen Ex-BER-Technikchef Horst Amann eingestellt. Der Verdacht wegen Untreue habe sich nicht bestätigt. Es ging um Zahlungen an die Firma Imtech.

Horst Amann - © © dpa - Alexander Riedel

Horst Amann © dpa /Alexander Riedel

Das Verfahren gegen Ex-BER-Technikchef Horst Amann wegen des Verdachts der Untreue ist eingestellt worden. Es liege kein hinreichender Tatverdacht vor, teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam der dpa mit.

Im Sommer 2017 war bekanntgeworden, dass damals noch die Staatsanwaltschaft Cottbus mit einem Anfangsverdacht ermittelt. Nach damaligen Angaben der Behörde ging es um die Frage, ob Amann Ende 2012 möglicherweise überhöhte oder ganz unberechtigte Geldbeträge als Abschlagszahlungen an die Firma Imtech überwiesen haben könnte.

Dabei soll es laut Medienberichten um zwei Abschlagszahlungen über insgesamt rund 70 Millionen Euro an Imtech gegangen sein und die Frage, ob dafür Leistungen erbracht wurden oder nicht. Amann habe sich die Zahlungen, begründet mit sonst drohendem Stillstand auf der Baustelle, vom Aufsichtsrat genehmigen lassen.

Amann nur 15 Monate am BER

Das Unternehmen war auf der Baustelle des Hauptstadtflughafens BER für die Haustechnik zuständig. Das Verfahren wurde nach einer gewissen Zeit an die Staatsanwaltschaft Potsdam mit Schwerpunkt Wirtschaftskriminalität abgegeben.

Amann war von August 2012 bis November 2013 Technikchef der Flughafengesellschaft und bis März 2013 auch erster Geschäftsführer.

Von: br mit dpa
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