China Eastern und Delta steigen bei Lufthansa-Konkurrentin ein

28.07.2017 - 08:42 0 Kommentare

China Eastern und Delta Air Lines steigen für einen hohen dreistelligen Millionenbetrag bei Air France/KLM ein. Gleichzeitig meldet die Lufthansa-Konkurrentin einen Gewinnsprung fürs abgelaufene Geschäftsjahr.

Leitwerke von KLM und Air France - © © KLM -

Leitwerke von KLM und Air France © KLM

Die Fluggesellschaften Air France-KLM, Delta Airlines und China Eastern Airlines vertiefen ihre Verbindung. Dazu steigen die Amerikaner und die Chinesen mit jeweils zehn Prozent bei der Lufthansa-Konkurrentin ein. Dies teilt der französisch-niederländischen Konzern nun mit.

Der Einstieg soll über eine Kapitalerhöhung von 751 Millionen Euro über die Bühne gehen. Air France erklärte, dank der Allianz übernehme man in Shanghai unter den europäischen Gesellschaften eine führende Rolle. Alle drei Unternehmen arbeiten bereits in der Allianz Sky Team zusammen. Lufthansa ist dagegen in der Star Alliance engagiert.

Passagierzahlen im Vergleich
Lufthansa Group Air France/KLM
2012 101766569 77445000
2013 103430705 78493000
2014 105834261 78443000
2015 107670000 89821000
2016 109788000 93442000

Quelle:Air France/KLM, Lufthansa Group

Air France-KLM wird sich gleichzeitig mit 31 Prozent an der britischen Virgin Atlantic beteiligen, die zu 49 Prozent im Besitz von Delta ist. Der Kaufpreis dafür liegt bei 220 Millionen britischen Pfund (umgerechnet rund 246 Millionen Euro), wie aus einer gemeinsamen Stellungnahme der vier Airlines hervorgeht.

Gewinn fast verneunfacht

Gleichzeitig hat Air France/KLM das zweite Quartal bilanziert. Der Umsatz sei im Vergleich zum von Terrorängsten geprägten Vorjahr nach einer Mitteilung um mehr als sechs Prozent auf 6,61 Milliarden Euro. Analysten hatten mit etwas weniger gerechnet.

Unter dem Strich hat sich der Gewinn der Airline mit 367 Millionen Euro sogar fast verneunfacht. Die operative Marge verbesserte sich nun um 2,4 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent. Im branchentypisch schwachen ersten Quartal flog die Gesellschaft einen operativen Verlust von 143 Millionen Euro ein.

Wie schon im vorherigen Quartal konnte Air France die Passagierzahlen erneut steigern, während die Stückkosten weiter sanken. Dennoch warnte das Unternehmen vor der anhaltend unsicheren Lage bezüglich der Geopolitik und der Ölpreisentwicklung. Wegen der bestehenden Risiken hat die Konzernspitze auch weiterhin noch keine Gewinnprognose für das laufende Jahr abgegeben. Das Management rechnet allerdings mit einem weiteren Rückgang der Stückkosten von einem bis 1,5 Prozent.

Neue Lang- und Mittelstreckentochter

Air France hatte mit "Joon" erst kürzlich einen neuen Carrier für die Lang- und Mittelstrecke aufgelegt. Dieser ist ausdrücklich kein Billigflieger - die Tochter soll laut Konzernangaben aber billiger operieren. Bislang war Joon unter dem Arbeitstitel "Boost" geführt worden. Im Herbst soll die Airline zunächst Mittelstreckenflüge ab Paris-Charles de Gaulle anbieten.

© AirTeamImages.com, Matthieu Douhaire Lesen Sie weiter: Aus "Boost" wird "Joon"

Von: cs, mit Material von dpa und dpa-AFX
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Ein Airbus A320 der Alitalia landet in München. Lufthansa will bis zu 100 Alitalia-Flugzeuge

    Berichten zufolge will Lufthansa groß bei Alitalia einsteigen. Dabei geht es um bis zu 100 Flugzeuge - und das fliegende Personal. Noch diese Woche sollen neue Gespräche stattfinden.

    Vom 14.11.2017
  • Flugzeuge von Air Berlin und Eurowings am Flughafen Düsseldorf. Eurowings muss um Air-Berlin-Wet-Leasing bangen

    Bei der Air-Berlin-Restbelegschaft schwindet die Motivation. Jetzt muss Eurowings um die Wet-Leasing-Flüge bangen. Bis zur EU-Übernahmegenehmigung hält Lufthansa derweil auch Niki und LGW in der Luft - und wird dabei kreativ.

    Vom 15.11.2017
  • Ein Logo der Lufthansa zwischen Logos der Air Berlin Mitte Oktober 2017 am Flughafen Berlin-Tegel. Das sind die Air-Berlin-Lücken im Flugplan

    Mit dem Air-Berlin-Aus fehlt Kapazität im Markt. Lufthansa hält lediglich Niki und LGW in der Luft und mietet für Eurowings-Routen kurzfristig Flugzeuge anderer Airlines. Kunden auf vielen Air-Berlin-Strecken gehen aber leer aus.

    Vom 27.10.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus