Unternehmen bestätigt Interesse an Flughafen Zweibrücken

25.11.2014 - 13:08 0 Kommentare

Kommt der Retter des angeschlagenen Flughafens Zweibrücken aus Trier? Das Unternehmen Triwo ist zumindest einer von mehreren Interessenten. Um den Flugbetrieb geht es der Immobilienfirma aber nicht.

Vor dem Terminal des Flughafens Zweibrücken steht am 3. November 2014 eine Boeing der TUIfly. - © © dpa - Oliver Dietze

Vor dem Terminal des Flughafens Zweibrücken steht am 3. November 2014 eine Boeing der TUIfly. © dpa /Oliver Dietze

Das Trierer Immobilienunternehmen Triwo will den angeschlagenen Flughafen Zweibrücken übernehmen. «Wir sind einer von mehreren Bietern», sagte Vorstand Peter Adrian am Dienstag. Noch sei unklar, ob Triwo den Zuschlag bekomme. «Ich kann Genaueres erst sagen, wenn die Tinte trocken ist.» Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) über das Interesse des Unternehmens an dem Flughafen berichtet. Der Airport muss nach dem Willen der EU-Kommission 47 Millionen Euro Staatsbeihilfen zurückzahlen, kann das aber nicht.

Triwo sei an einer kompletten Übernahme des Flughafens interessiert, sagte Adrian, der auch Präsident der Industrie- und Handelskammer Trier ist. Das Unternehmen strebe eine Nutzung als Gewerbepark an. Er widersprach der Darstellung, Triwo wolle in Zweibrücken unter anderem Frachtflüge anbieten. Die fliegerische Nutzung stehe nicht im Vordergrund.

Der Sprecher des Insolvenzverwalters Jan Markus Plathner, Sebastian Brunner, sagte, die Gespräche mit potenziellen Interessenten liefen noch. «Zu Details können wir noch keine Angaben machen.»

Gespräche bei der EU-Kommission

Plathner und der rheinland-pfälzische Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) wollten am Dienstag bei der EU-Kommission dafür werben, dass ein künftiger Investor die unrechtmäßigen Staatsbeihilfen nicht zurückzahlen muss. Zudem müssten die Rahmenbedingungen für einen künftigen Betrieb geklärt werden, sagte Brunner.

© dpa, Oliver Dietze Lesen Sie auch: Am Flughafen Zweibrücken hebt letztes Passagierflugzeug ab

Er betonte, Plathner wolle bis Monatsende Klarheit haben, wie es weitergehe. Der Flugbetrieb, der derzeit in kleinerem Umfang stattfindet, sei bis dahin gesichert. Am 3. November war von dem westpfälzischen Flughafen zum vorerst letzten Mal eine Passagiermaschine gestartet, es finden aber weiterhin einige Geschäfts- und Privatflüge statt.

Von: dpa
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