United-Name und Continental-Look

United und Continental verkünden Fusion

03.05.2010 - 12:39 0 Kommentare

Continental Airlines und United Airlines wollen fusionieren. Die Führungsgremien beider Airlines haben den Zusammenschluss am Montag offiziell verkündet. Die Genehmigung der Kartellbehörden steht noch aus.

Neues

Neues "United"-Logo © United Airlines

In den USA entsteht mit der Fusion der beiden Wettbewerber United und Continental die weltweit größte Fluggesellschaft. Die beiden Unternehmen kündigten ihren Zusammenschluss am Montag an. Die Fusion soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Allerdings müssen sowohl Aktionäre als auch Wettbewerbshüter noch zustimmen.

Der neue Konzern wird dann "United Continental Holdings" heißen. Die Fluggesellschaft „United Airlines“ wird das Logo und das Bemalungsschema der Continental verwenden. Beide Unternehmen versprechen sich durch die Fusion in den kommenden Jahren Einsparungen zwischen 900 Millionen und 1,2 Milliarden Dollar.

Im Rahmen der Fusion bekommen die Continental-Aktionäre für eine Aktie 1,05 Stammaktien von United. Die Aktionäre von United werden an dem neuen Konzern 55 Prozent halten und die Aktionäre von Continental 45 Prozent. Neuer Airline-Chef wird Jeff Smisek von Continental. Glenn Tilton, Chairman, President und CEO der United-Mutter UAL Corp., wird dem gemeinsamen Aufsichtsrat vorstehen.

Jeff Smisek, CEO Continental Airlines und Glenn Tilton, CEO der UAL Corporation,

Nach dem Ausscheiden Ende 2012 übernimmt Smisek zusätzlich diese Position. Als künftiger Firmensitz wurde Chicago auserkoren, wo bislang United residiert. Der Continental-Sitz Houston wird der größte Hub der neuen Gesellschaft.

Gemessen an den geflogene Passagiermeilen wird die fusionierte Gesellschaft um acht Prozent größer als US-Wettbewerber Delta Air Lines und kommt in den USA auf einen Marktanteil von 21 Prozent. Zusammen befördern die zwei Star-Alliance-Mitglieder im Jahr 144 Millionen Passagiere zu 370 Zielen in 59 Ländern. Dabei übelappen sich die Streckennetze im Inland nur geringfügig. Auf den internationalen Routen gibt es nahezu keine Überschneidungen.

Die zwei Airlines hatten vor zwei Jahren schon einmal versucht, zusammenzugehen, der Deal scheiterte aber in letzter Minute. In den vergangenen Tagen hatten sich nun die Anzeichen verdichtet, dass der neue Anlauf klappt. Eigentlich hatte United Fusionsgespräche mit US Airways geführt, war zwischenzeitlich aber auf Continental umgeschwenkt.

Von: airliners.de mit dpa, AFP, ddp
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