United setzt auf enge Partnerschaft mit Lufthansa

19.05.2015 - 13:43 0 Kommentare

Seit genau 25 Jahren fliegt United Airlines nach Deutschland. Im Jubiläumsjahr steigert die Airline ihre Kapazitäten hierzulande nur moderat - und setzt voll auf die enge Partnerschaft mit Lufthansa.

Boeing 747 der United Airlines und eine A380 der Lufthansa (CC-Lizenz BY 2.0)

Boeing 747 der United Airlines und eine A380 der Lufthansa (CC-Lizenz BY 2.0)
© Kohei Kanno

Eine Boeing 747 der United Airlines steht neben einer Lufthansa-Maschine.

Eine Boeing 747 der United Airlines steht neben einer Lufthansa-Maschine.
© airliners.de - David Haße

United Airlines hat am heutigen Dienstag in Frankfurt den 25. Jahrestag der Flugaufnahme nach Deutschland mit einem Mitarbeiter- und Kundenevent gefeiert. Seit dem Start der Linienflüge im Mai 1990 habe die Airline - zusammen mit der zwischenzeitlich fusionierten Continental Airlines - auf über 150.000 Flügen mehr als 30 Millionen Passagiere zwischen Deutschland und den USA befördert, sagte der bei United unter anderem für den Transatlantik-Vertrieb zuständige Vizepräsident Jake Cefolia. Damit sei Deutschland ein wichtiger Markt für die größte US-amerikanische Fluggesellschaft.

Die Airline bedient in Deutschland vor allem die Hubs ihres Star-Alliance-Partners Lufthansa. In Frankfurt gibt es bis zu acht tägliche Flüge auf sechs Routen, nach München kommen die United-Jets jeden Tag direkt aus vier United-Hubs in Amerika. Über die enge Verzahnung mit dem Airline-Bündnis gebe es sowohl in Frankfurt als auch in München signifikante Umsteigerzahlen nach ganz Europa, aber auch weiter, etwa in Richtung Asien, sagte Cefolia.

Germanwings setzt Codeshare-Flüge fort

Im Deutschland-Geschäft sei vor allem die enorme Flexibilität bei den Reiseoptionen durch das bestehende Transatlantik-Joint-Venture mit Lufthansa und Air Canada ein wichtiges Argument im Verkauf. Die drei Partner könnten damit täglich bis zu 59 Verbindungen zwischen Nordamerika und Deutschland gemeinsam anbieten.

Inwieweit die angekündigten Lowcost-Langstreckenflüge der Lufthansa-Tochter Eurowings demnächst auch gemeinsam vermarktet würden, stehe derzeit noch zur Diskussion, so Cefolia. Die mit Germanwings bestehenden Codeshare-Flüge etwa von und nach Berlin, Hamburg sowie London würden mit der Umstellung auf Eurowings jedenfalls beibehalten.

© AirTeamImages.com, Dominik Spuller Lesen Sie auch: Germanwings übernimmt Zubringerflüge für United Airlines

So setzt United bei den weiteren Planungen in Deutschland vor allem auf Codesharings und nicht auf Änderungen im Deutschland-Streckenportfolio. Generell werde jede Strecke ständig auf Profitabilität hin geprüft - und gegebenenfalls nachgesteuert, so Cefolia weiter. Eine Wiederaufnahme der noch von Fusionspartner Continental eingeführten und im vergangenen Jahr eingestellten Direktverbindung von New York nach Stuttgart stehe aber vorerst nicht auf der Agenda.

Mehr Sitzplätze nach Berlin und Hamburg

Allerdings erhöht United die Kapazitäten nach Berlin und Hamburg: Die ebenfalls ursprünglich von Continental aufgelegten Flüge werden ohne Frequenzverminderung von der Boeing 757 auf die deutlich größere Boeing 767-300 umgestellt. Für die Airline ergeben sich damit erstmals auch abseits von Frankfurt und München Möglichkeiten, nennenswerte Frachtkapazitäten zu verkaufen. Die Fluggäste hingegen müssen zukünftig auf das schon fast Privatjet-ähnliche Transatlantik-Fluggefühl im 757-Narrowbody verzichten.

Von: airliners.de
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