United-Airlines-Chef tritt wegen Korruptionsverdacht zurück

09.09.2015 - 13:34 0 Kommentare

United-Airlines-Chef Jeff Smisek ist überraschend zurückgetreten. Hintergrund ist ein Korruptionsverdacht. Auch andere Vorstände haben ihr Amt niedergelegt.

Jeff Smisek - © © Continental Airlines -

Jeff Smisek © Continental Airlines

Der Chef der US-Fluggesellschaft United Airlines, Jeff Smisek, ist überraschend zurückgetreten. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Korruptionsverdacht, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht.

Den Spitzenposten wird mit sofortiger Wirkung Oscar Munoz übernehmen. Munoz leitete bislang die Geschäfte des US-Eisenbahnriesen CSX. Er hatte bereits einen Sitz im United-Verwaltungsrat inne, den er auch behalten wird.

Auch zwei Vorstände ziehen sich zurück

Im Februar war bekannt geworden, dass US-Behörden dubiose Geschäftsbeziehungen zwischen United Airlines und der Flughafen-Betreibergesellschaft Port Authority of New York and New Jersey untersuchen. Laut amerikanischer Medienberichte besteht der Verdacht, dass der ehemalige Vorsitzende der Port Authority, David Samson, mit United Airlines im Gegenzug für die Zustimmung zu Projekten am Flughafen von Newark die Wiederaufnahme einer Flugroute zu seinem Ferienhaus in South Carolina auskungelte.

Nicht nur United-Chef Smisek, der seit 2010 an der Spitze des Konzerns stand und laut einer Unternehmensmitteilung an die Börsenaufsicht SEC eine Barabfindung von fast 4,9 Millionen Dollar (4,4 Millionen Euro) erhält, nimmt seinen Hut. Auch die Vorstände Nene Foxhall und Mark R. Anderson reichten ihre Rücktritte ein.

Von: ch, dpa-AFX
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Myriam Käser. Skyguide benennt neue Kommunikationschefin

    Myriam Käser wird im Frühjahr kommenden Jahres neue Kommunikationschefin der Schweizer Flugsicherung Skyguide. Dies geht aus einer Mitteilung hervor. Zurzeit ist Käser Mitglied der erweiterten Unternehmensleitung der NZZ-Mediengruppe.

    Vom 13.10.2017
  • Bei Air Berlin ist die Luft raus. Reaktionen zur Air-Berlin-Übernahme

    Lufthansa übernimmt große Teile der Air Berlin. Verdi mahnt, dass allen Mitarbeitern eine Perspektive geschaffen werden müsse. Auch Monopolkommissionschef Wambach und Berlins Bürgermeister Müller äußern sich.

    Vom 13.10.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus