Ungechecktes Gepäck an Bord: Passagiere bekommen Geld für Verspätung

28.07.2014 - 10:59 0 Kommentare

Eine unplanmäßige Landung des Flugzeuges zur Kontrolle eines nicht eingecheckten Koffers stellt keinen außergewöhnlichen Umstand dar. Passagieren steht eine Ausgleichszahlung zu.

Arbeiter schiebt Koffer am Frankfurter Flughafen zum Gate - ©  - Fredrik von Erichsen

Arbeiter schiebt Koffer am Frankfurter Flughafen zum Gate /Fredrik von Erichsen

Passagieren steht eine Ausgleichszahlung zu, wenn sich ein Flug massiv verspätet, weil sich nicht eingechecktes Gepäck an Bord befindet. Dabei handele es sich nicht um einen außergewöhnlichen Umstand, der die Airline von der Zahlung befreit. Das hat das Amtsgericht Hannover entschieden (Az.: 532 C 7883/12).

Über das Urteil berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift «ReiseRecht aktuell». In dem verhandelten Fall hatte der Kläger einen Flug von Hannover nach Kos gebucht. Dieser erreichte sein Ziel mit knapp vier Stunden Verspätung.

Während eines vorangegangenen Fluges hatte die Bundespolizei die Anordnung erteilt, auf dem nächstgelegenen Flughafen zwischenzulanden. Grund: An Bord befand sich ein ungecheckter Koffer. Der Kläger forderte eine Ausgleichszahlung nach der EU-Fluggastrechteverordnung. Das Gericht gab dem Kläger Recht. Die Airline müsse dafür Sorge tragen, dass kein ungechecktes Gepäck an Bord gelangt.

Von: dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Insolvenzverwalter Lucas Flöther. Das ist der Air-Berlin-Abwickler

    Portrait Das vergangene Jahr war das Jahr von Lucas Flöther. Er ist das Gesicht der Air-Berlin-Pleite und als Insolvenzrechtler kein Unbekannter. Nebenbei hält er Vorlesungen an der Universität Halle.

    Vom 09.02.2018
  • Europaflaggen vor dem Berlaymont-Gebäude in Brüssel Lufthansa lässt EU-Auflagen gerichtlich prüfen

    Die EU-Kommission schreibt Lufthansa vor, bei einem neuen Käufer von Niki die bereits gekauften Flugzeuge abgeben zu müssen - dagegen wehrt sich der Kranich-Konzern nun nach airliners.de-Informationen.

    Vom 09.02.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus