Umweltbundesamt: Zahl der von Fluglärm Betroffenen geht zurück

16.01.2015 - 12:39 0 Kommentare

In Deutschland sind immer weniger Menschen von Fluglärm betroffen. Das geht aus der aktuellen Lärmkartierung des Umweltbundesamtes hervor. Dabei sind sogar zwei weitere Flughäfen mit in die Berechnung aufgenommen worden.

Start einer Boeing 747-8 der Lufthansa am Flughafen Frankfurt - © © AirTeamImages.com - nustyR

Start einer Boeing 747-8 der Lufthansa am Flughafen Frankfurt © AirTeamImages.com /nustyR

Die Anzahl der in Deutschland von Fluglärm betroffenen Menschen ist laut der neusten Lärmkartierung des Umweltbundesamtes (UBA) von 746.500 im Jahr 2007 auf 738.000 im Jahr 2012 gesunken. Das sei ein besonders guter Wert, da mit den Flughäfen Berlin-Schönefeld und Leipzig/Halle zwei zusätzliche Flughäfen in die Berechnung aufgenommen wurden, teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mit.

„Die Lärmkartierung des UBA belegt, dass die deutsche Luftfahrt mit ihren Maßnahmen zum Lärmschutz auf dem richtigen Weg ist. Sie zeigt auch, dass wir in Deutschland weniger Probleme mit Fluglärm als mit Verkehrslärm allgemein haben“, kommentierte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch die Zahlen.

Mit der Lärmkartierung erfasst das UBA den Verkehrslärm in Deutschland. Der Vergleich von Flug-, Straßen- und Schienenlärm, bei dem ein Schallpegel von 55 dB(A) überschritten wird, zeigt, dass Fluglärm die mit Abstand kleinste Bevölkerungsgruppe trifft. Straßenlärm sind hingegen 10,2 Millionen und Schienenlärm 8,2 Millionen Menschen ausgesetzt. Während die Zahl der Betroffenen von Straßen- und Schienenlärm seit 2007 aufgrund des größeren Kartierungsumfangs stark gestiegen ist, sind von Fluglärm jetzt weniger Menschen betroffen, wie der BDL weiter informierte.

Ergebnisse der Lärmkartierung des Umweltbundesamtes für die Jahre 2007 und 2012. Foto: © UBA,

Noch größer fallen die Unterschiede in den Abend- und Nachtstunden aus, bei denen ein Schallpegel von 50 dB(A) zugrunde gelegt wird: Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr werden zweiunddreißig Mal mehr Menschen von Schienenlärm (rund 6.543.000) und neunundzwanzig Mal mehr von Straßenlärm (fast sechs Millionen) gestört als von Fluglärm (zirka 206.000). Das liegt vor allem daran, dass Zug- und Autoverkehr nachts nicht beschränkt werden, während an den meisten Flughäfen strenge Nachtflugbeschränkungen gelten.

Weitere Informationen zur Lärmkartierung bieten das Umweltbundesamt und das Fluglärm-Portal.

Von: airliners.de
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