Ufo lässt Eurowings-Tarifverhandlungen platzen und droht mit Streik

23.09.2016 - 17:19 0 Kommentare

Keine Tarifverhandlungen mehr zwischen Ufo und Eurowings: Die Flugbegleitergewerkschaft hat die Gespräche platzen lassen und droht mit "massiven Arbeitskämpfen".

Zwei Flugbegleiterinnen der Eurowings stehen vor einer A330 am Flughafen Köln/Bonn.  - © © dpa - Oliver Berg

Zwei Flugbegleiterinnen der Eurowings stehen vor einer A330 am Flughafen Köln/Bonn. © dpa /Oliver Berg

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Fluggesellschaft Eurowings platzen lassen. Die Lufthansa-Tochter habe in den bisherigen Verhandlungen Forderungen aufgestellt, die eine weitere Abschmelzung der Gehälter und Arbeitsbedingungen bedeuten würden, kritisierte die stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Sylvia de la Cruz jetzt in Frankfurt. Sie drohte mit "massiven Arbeitskämpfen", falls das Unternehmen nicht einlenke.

Eurowings forderte ihrerseits die Gewerkschaft auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Man habe ein attraktives Angebot abgegeben und könne ein angebliches Scheitern nicht nachvollziehen, erklärte ein Sprecher.

Es geht um die Flugbegleiter der in Düsseldorf sitzenden Gesellschaft Eurowings, die 23 von bislang 90 Mittelstreckenjets der Lufthansa-Billigplattform Eurowings betreibt. Am Donnerstag hatte dort auch die Konkurrenzgewerkschaft Verdi einen Warnstreik des Kabinenpersonals organisiert, in dessen Folge acht Flüge ausfielen. Verdi und Ufo konkurrieren in dem Betrieb miteinander.

© dpa, Oliver Berg Lesen Sie auch: Warnstreik des Eurowings-Kabinenpersonal am Flughafen Düsseldorf

Am kommenden Montag, 26. September, werden die Verdi-Verhandlungen in Düsseldorf fortgesetzt. Der Warnstreik habe dem Konzern gezeigt, dass sie es mit ihren Forderungen ernst meinten und nicht mehr länger hinhalten ließen, sagte eine Verdi-Sprecherin. Insgesamt beschäftigt Eurowings rund 460 Kabinenmitarbeiter in Deutschland.

Von: ch, dpa-AFX
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