UFO will zum Tarifpartner von Air Berlin werden

26.09.2014 - 13:19 0 Kommentare

Noch werden die Flugbegleiter bei Air Berlin von Verdi vertreten. Doch das könnte sich bald ändern: Die Kabinengewerkschaft UFO strebt an den Verhandlungstisch und hat dafür ihre Gründe.

Logo der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) - © © UFO -

Logo der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) © UFO

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) will künftig auch das Kabinenpersonal von Air Berlin bei Verhandlungen mit Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft repräsentieren. Die rund 3.000 Flugbegleiter bei Air Berlin werden derzeit von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gewerkschaftlich vertreten. Am heutigen Freitag will die UFO ihre neu gegründete Tarifkommission aus Kabinenmitarbeitern der Air Berlin in Berlin-Tegel, Düsseldorf und München vorstellen, wie es in einer Mitteilung hieß.

Mit dem Einstieg als Tarifpartner will die UFO für eine Harmonisierung von Arbeitsbedingungen für Flugbegleiter in Deutschland eintreten, hieß es weiter. Das ist aus Sicht der Kabinengewerkschaft bei Air Berlin nötig. Nach der Übernahme anderer Airlines würden bei den Flugbegleitern unterschiedliche Vergütungs- und Arbeitsbedingungen für gleiche Tätigkeiten gelten. Beispielsweise sei ein Teil der Beschäftigten aufgrund tarifvertraglicher Vereinbarungen vom Einsatz auf Langstreckenflügen oder dem Altersversorgungssystem ausgeschlossen.

Zudem sei die Tendenz in der Branche, immer mehr Leiharbeiter als Kabinenpersonal einzusetzen, bei Air Berlin besonders ausgeprägt. "Auch Flugbegleiter sollen in ihrem Beruf Zukunftsperspektiven finden, statt ihren Arbeitsplatz durch immer neue Leih- und Zeitarbeitsmodelle gefährdet zu sehen", teilte UFO-Chef Nicoley Baublies mit. Die UFO lege auf dieses Thema ein besonderes Augenmerk und habe dies in der Vergangenheit bei Verhandlungen mit anderen Airlines verhindern können.

In Deutschland sind derzeit rund 28.000 Flugbegleiter bei den verschiedenen Fluggesellschaften beschäftigt. Dass mit der UFO also eine Spartengewerkschaft am Air-Berlin-Verhandlungstisch Platz nehmen will, wird damit begründet, "bestens mit den Herausforderungen und den Besonderheiten dieses außergewöhnlichen Berufsstandes vertraut zu sein". Dank jahrelanger tarifpolitischer Arbeit bei Airlines aller Art, von Augsburg Airways bis Germanwings, von Condor bis Lufthansa, verfüge UFO über die Erfahrung, auch in schwierigen Zeiten zukunftsweisende Tarifverträge abschließen zu können.

Von: airliners.de
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