Ufo-Mitglieder wollen vier Vorstände nachbenennen

26.06.2019 - 11:53 0 Kommentare

Nach den Rücktritten mehrerer Vorstandsmitglieder hat die Ufo-Interimsführung ihre Basis über drei Zukunfts-Szenarien abstimmen lassen. Nun steht das Ergebnis fest. Es ist knapp und bringt der Gewerkschaft mehr Zeit.

Ein Mitglied der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Ein Mitglied der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. © dpa /Frank Rumpenhorst

Die Ufo-Basis hat in den vergangenen zwei Wochen über die Zukunft der Kabinengewerkschaft abgestimmt. Nun steht das Ergebnis fest. Durchgesetzt hat sich mit 41 Prozent der Stimmen der Vorschlag, dass der Interimsvorstand, bestehend aus Sylvia de la Cruz, Daniel Flohr und Julia Trojan bis zu den Neuwahlen im kommenden Frühjahr weiter im Amt bleibt und bis zu vier Vorstandsmitglieder nachnominiert werden.

Potenzielle Kandidaten haben nun bis Freitag (28. Juni 2019, zwölf Uhr) Zeit, ihre Bewerbung bekanntzugeben. Im Anschluss haben alle Mitglieder dann wiederum rund eine Woche Zeit, über die Bewerber abzustimmen. Vorstandsmitglied Daniel Flohr sagte zu airliners.de, Ziel sei es, im Juli wieder einen neuen Vorstand zu haben.

© dpa, Oliver Berg Lesen Sie auch: Ufo kündigt Streiks bei Lufthansa-Airlines ab Juli an

Ufo weist potenzielle Bewerber auf ihrer Homepage daraufhin, dass es einen festgelegten Schlüssel gibt, aus welchen Airlines Vorstandsposten zu besetzen seien. Bisher gebe es einen Lufthanseaten (Flohr) eine Germanwingslerin (Trojan) und eine Condorianerin (De la Cruz). Von den vier offenen Stellen im Vorstand seien drei durch Lufthanseatinnen oder Lufthanseaten und einer durch eine Vertreterin oder einen Vertreter aus einer kleineren Airline zu besetzen.

Das Ergebnis bringe auch den Vorteil, dass die Vorstandswahlen dann nach der neuen Satzung durchgeführt werden könne. Im vergangenen September sprachen sich die Ufo-Mitglieder für eine Neuausrichtung der Gewerkschaft inklusive der Erstellung einer neuen Satzung aus. Seitdem erarbeitet die sogenannte Grundsatzkommission, die hauptsächlich aus Mitgliedern der einzelnen Tarifkommissionen besteht, das neue Grundsatzpapier.

Votum mit recht knappem Ergebnis

Der Interimsvorstand hatte die Mitglieder vor rund zwei Wochen aufgefordert, über drei mögliche Szenarien abzustimmen. Auf dem zweiten Platz mit 32 Prozent der abgebebenen Stimmen landete der Vorschlag, dass der jetzige Interimsvorstand unverzüglich Neuwahlen einleiten solle, um im Anschluss spätestens nach Abschluss der Neuwahlen zurückzutreten. Die Wahlen wären dann nach der alten Satzung durchgeführt worden.

Immerhin noch 27 Prozent aller Ufo-Mitglieder sprachen sich dafür aus, dass der Interimsvorstand sofort zurücktritt. Dann hätte ein weiterer Notvorstand eingesetzt werden müssen, der dann Neuwahlen vorbereitet. Die Ufo wäre bis dahin politisch allerdings nicht handlungsfähig gewesen.

Die Kabinengewerkschaft Ufo wird seit Jahren von Machtkämpfen geplagt. Die Rücktritte von Alexander Behrens, Christoph Drescher und Anne Struck und später Nicoley Baublies markierten dabei einen erneuten Tiefpunkt, der die eingeleiteten Schritte notwendig machte.

Von: br
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