Ufo und Lufthansa einigen sich auf Verhandlungsfahrplan

13.02.2015 - 13:20 0 Kommentare

Streiks bei den Flugbegleitern sind in der nächsten Zeit ausgeschlossen. Die Gewerkschaft einigte sich mit der Lufthansa auf die weitere Vorgehensweise. Auf einen Schlichter bei der Altersversorgung konnten sich beide Seiten jedoch nicht festlegen.

Ein streikender Flugbegleiter hat am Flughafen Frankfurt am Eingang zur Lufthansa-Basis ein Schild mit der Aufschrift

Ein streikender Flugbegleiter hat am Flughafen Frankfurt am Eingang zur Lufthansa-Basis ein Schild mit der Aufschrift "Außer Betrieb" umgehängt. © dpa /Frank Rumpenhorst

Im Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und den Flugbegleitern sind Streiks vorerst vom Tisch. Es sei eine Einigung über die weitere Vorgehensweise erzielt worden, hieß es von Seiten der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) und des Lufthansa-Konzerns. Streiks werden demnach in den nächsten Monaten ausgeschlossen.

Im Januar waren die Tarifverhandlungen zunächst gescheitert, Lufthansa und Ufo hatten sich aber auf ein Schlichtungsverfahren geeinigt. In einer Uarbstimmung der Gewerkschaft, die das Kabinenpersonal mehrerer Fluggesellschaften vertritt, hatten die Ufo-Mitglieder ihre Zustimmung zu einem möglichen Arbeitskampf gegeben.

Parteien können sich nicht auf Schlichter einigen

Nun habe Ufo sich mit der Lufthansa über "Teillösungen zu allen strittigen Punkten" geeinigt, erklärte die Gewerkschaft. "Wir wollen den Beweis antreten, dass wir in wirklich turbulenten Zeiten auch ohne Arbeitskampf Sicherheit und Perspektiven für unsere Mitglieder im Lufthansa-Konzern erreichen können", erklärte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies.

Keine Fortschritte haben die Partner nach Ufo-Darstellung bei der Auswahl eines Schlichters erzielt, der den Zwist zur Alters- und Übergangsversorgung der rund 19.000 Beschäftigten lösen könnte. Die Lufthansa habe Ufo-Vorschläge abgelehnt und selbst zu wirtschaftsnahe Persönlichkeiten vorgeschlagen, sagte Baublies. Es werde jetzt über die Berufung eines Schlichterteams gesprochen.

© dpa, Frank Rumpenhorst Lesen Sie auch: Flugbegleiter stimmen Arbeitskämpfen bei Airlines zu

Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG, ergänzte: "Wir sind froh, dass Ufo in den kommenden Wochen und Monaten von Arbeitskampfmaßnahmen absieht. Das ist ein wichtiges Signal für unsere Kunden, die wir aufgrund der zahlreichen Streiks der Vereinigung Cockpit wiederholt enttäuschen mussten."

Die durch die Vereinigung Cockpit vertretenen Lufthansa-Piloten streikten in den vergangenen Monaten bereits mehrfach. Am Donnerstag und Freitag befanden sich die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings im Ausstand. Mehr als 300 Flüge mussten gestrichen werden.

Von: airliners.de, AFP, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Ryanair am Flughafen Frankfurt. Ryanair drohen nun auch Streiks in der Kabine

    Nach Verhandlungen mit Pilotengewerkschaften, beginnt Ryanair Gespräche mit Vertretern der Flugbegleiter. Doch denen geht es offenbar nicht schnell genug, in vier Ländern haben sie den Iren nun eine Frist gesetzt.

    Vom 29.05.2018
  • Piloten von Brussels Airlines. Zehntausende von Brussels-Streik betroffen

    Brussels-Airlines-Piloten wollen für höhere Löhne streiken und fordern darüberhinaus Klarheit über den zukünftigen Kurs der Lufthansa-Tochter. Auch viele Deutschland-Verbindungen sind betroffen.

    Vom 11.05.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus