Ufo kündigt Lufthansa-Tarifverträge

23.01.2019 - 11:49 0 Kommentare

Zu Juli hat Ufo zwei elementare Tarifverträge der Lufthansa-Kabinen-Crews gekündigt. Zudem läuft im März ein weiterer aus. Ein Gesprächstermin ist laut Konzern bereits vereinbart.

Ein Plakat der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo. - © © dpa - Fredrik Von Erichsen

Ein Plakat der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo. © dpa /Fredrik Von Erichsen

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat mehrere Tarifverträge mit Lufthansa gekündigt. Man habe "viele Themen hinsichtlich der Arbeits- und Vergütungsbedingungen identifiziert, die sich für die Kabine verbessern müssen", heißt es von den Arbeitnehmervertretern. Insgesamt besteht die Tarifeinigung von 2016 aus 29 einzelnen Tarifverträgen.

Konkret sind der Mantel- und der Vergütungstarifvertrag zum 1. Juli gekündigt worden. Ebenfalls endet der Tarifvertrag Saisonalitätsmodelle Kabine (SMK) mit Stichtag 1.3. Der Kontrakt, der Neueinstellungen so regelt, dass die Crews auch in der schwächeren Wintersaison beschäftigt sind, war bereits im vergangenen November aufgelöst worden.

Lufthansa: Termin Ende des Monats

In der Konsequenz bedeutet letzteres laut Gewerkschaft, dass Lufthansa nur noch in Vollzeit und nicht saisonal befristet einstellen darf. Der Konzern teilt auf Anfrage von airliners.de mit, dass für Ende des Monats neue Gespräche mit Ufo terminiert seien.

Die Termine hätten bereits vor Kündigung der Tarifverträge festgestanden, sagte eine Sprecherin. Ufo habe nun "ein Forderungspaket angekündigt, diesem sehen wir nun erst einmal entgegen", heißt es weiter.

Streit über Zahlungen an Ufo

Aktuell streiten Ufo und Lufthansa über vermeintlich zu Unrecht geleistete Gehaltszahlungen an Gewerkschaftsvertreter. Zur Aufklärung der bis 2015 zurückreichenden Vorwürfe hat der Kranich nach airliners.de-Informationen eine Kommission eingesetzt:

© dpa, Sven Hoppe Lesen Sie auch: Lufthansa treibt Aufarbeitung voran

Von: cs
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