Ufo kritisiert Fraport-Strategie

Airport-Betreiber Fraport setzt auf mehr Billigflieger am Flughafen Frankfurt. Außerdem soll ein Rabattprogramm neue Kunden anlocken. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo kritisiert: Das vernichtet Arbeitsplätze.

Nicoley Baublies  - © © dpa - Britta Pedersen

Nicoley Baublies © dpa /Britta Pedersen

Nicoley Baublies, Tarifvorstand der Flugbegleitergewerkschaft Ufo, hat im Gespräch mit der Hessenschau den Flughafen Frankfurt kritisiert. Man habe mit Ryanair einen günstigen Anbieter angelockt, "der nicht nur gute Arbeitsplätze vernichtet", sondern auch es auch noch für "die Hälfte kriege". "Was ja passiert, ist, dass die Ryanair kommt und eine Condor stellt die gleiche Strecke ein. Die Condor zahlt aber das Doppelte an Gebühren", so Baublies.

Er räumte allerdings auch ein: Die ganz konkreten Ryanair-Auswirkungen "sind noch nicht sehr groß". "Aber: Die Ankündigung anderer, Strecken hier aufzugeben, und andere Anbieter, die sich nicht zutrauen, auf den gleichen Strecken wie Ryanair zu fliegen - das passiert schon. Die folgenden Flugpläne beinhalten das", so Baublies.

Rabattprogramm sorgt für Diskussionen

Ryanair hat Ende März eine Basis am Flughafen Frankfurt eröffnet. Stationiert wurden zunächst zwei Maschinen. Der irische Billigflieger profitiert von einem Rabattprogramm des Frankfurter Airport-Betreibers Fraport, das neue Airlines am Platz begünstigt. Gleichzeitig öffnet sich Deutschlands größter Flughafen mehr für Billigflieger.

Die Rabatte hatten Stammkunden wie beispielsweise die Lufthansa verärgert. Die Airline, die in Frankfurt ein Drehkreuz betreibt, drohte zwischenzeitlich sogar mit einer Klage. Mittlerweile haben sich beide Seiten angenähert.

© AirTeamImages.com, Felix Gottwald Lesen Sie auch: Erste Einigung zwischen Fraport und Lufthansa im Gebühren-Streit

Von: ch

Datum: 02.08.2017 - 16:30

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